Coronakrise: So wollen Plattformanbieter dem Handel helfen

Autor: Christoph Seyerlein

Gute digitale Strukturen könnten ein Rettungsanker sein, wenn Händler wegen der Corona-Pandemie ihre Showrooms auf Anordnung schließen müssen. Anbieter wie Mobile.de, Heycar und Carbando haben nun Maßnahmenpakete für den Handel geschnürt.

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(Bild: Richter)

Gute digitale Strukturen könnten ein Rettungsanker sein, wenn Händler wegen der Corona-Pandemie ihre Showrooms auf Anordnung schließen müssen. Anbieter wie Mobile.de, Heycar und Carbando haben nun Maßnahmenpakete für den Handel geschnürt.

Heycar kündigte an, dass Händler ab Montag, 23. März entscheiden können, ob und in welcher Form sie weiterhin Leads annehmen wollen. Für den Zeitraum zwischen 13. und 31. März will die Plattform die Leadkosten zudem deutlich senken. Die genaue Höhe erfährt der jeweilige Händler direkt von Heycar. Nach Informationen von »kfz-betrieb« verlangt die Börse bis Ende März pauschal zehn Euro pro Lead.

Mobile.de verzichtet als Reaktion auf die Corona-Krise im April vollständig auf Inseratskosten. Für die März-Leistungen verlängert das Unternehmen zudem das Zahlungsziel auf 90 Tage. Bei seinem Produkt Motorverkauf verzichtet Mobile im März und April auf die Grundgebühr.

Carbando gewährt Autohäusern, die sich in der aktuellen Situation über den Anbieter einen Onlineshop einrichten lassen wollen, einen Rabatt von 50 Prozent. Gleiches gilt bis Oktober 2020 auch für die monatlichen Lizenzen. Für die Einrichtung verlangt Carbando damit 2.500 Euro, pro Monat beträgt die Gebühr für Händler bis Oktober nun 250 Euro. Alle Leistungen sind monatlich kündbar.

ZDK begrüßt Maßnahmen

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßte in einer Reaktion die Maßnahmen von Heycar und Mobile.de. Vizepräsident Thomas Peckruhn sagte: „Zusätzlich prüfen wir in Abstimmung mit den Plattformen, mit welchen weiteren Instrumenten wir den Online-Vertrieb voranbringen können.“ Schließlich sei es jetzt umso wichtiger, digitale Angebote noch weiter auszubauen und „dabei alle Register zu ziehen“, so Peckruhn.

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Entwicklungsredakteur