Autoindustrie
„Die Wertschöpfung verlagert sich aus Deutschland heraus“
China stellt die globalen Machtverhältnisse in der Autoindustrie gerade auf den Kopf. KI kommt ins Auto. Entwicklungszeiten von zwei Jahren und weniger werden normal. Um mithalten zu können, werden westliche Hersteller stärker auch für globale Märkte in China arbeiten, glaubt Augustin Friedel von der Management- und IT-Beratung MHP.
Auf der Auto China, die am 3. Mai zu Ende ging, waren die Trends zu sehen, die in der chinesischen Autoindustrie künftig eine Rolle spielen. Sie waren vor Ort. Was ist Ihnen aufgefallen?
Augustin Friedel: Zum einen die schiere Masse an neuen Fahrzeugen. Zum anderen: Die chinesischen Anbieter bespielen aktuell vor allem große Full-Size-SUVs mit mehr als fünf Sitzen in der mittleren und höheren Preiskategorie. Der Hintergrund: Der Markt für kleinere Fahrzeuge ist extrem umkämpft. Da ist die Industrie in einem Dilemma: möglichst geringe Fahrzeugkosten bei möglichst viel Technologie. An größeren Modellen ist mehr Geld zu verdienen.
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