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DAT: Jeder zweite Radwechsel findet in Kfz-Betrieben statt

| Autor: Jan Rosenow

Die freien Werkstätten sind laut DAT-Report die ersten Ansprechpartner für die Autofahrer beim Räderwechsel. Erstaunlich hoch ist die Zahl derer, die ihre Reifen noch selbst wechseln.

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Räderwechsel: Kunden bevorzugen die Kfz-Betriebe.
Räderwechsel: Kunden bevorzugen die Kfz-Betriebe.
(Bild: Rosenow / »kfz-betrieb«)

Winterreifen sollte man bis Ostern fahren – doch angesichts der zurzeit frühlingshaften Temperaturen ist zu erwarten, dass viele Fahrzeughalter früher als sonst zum saisonalen Reifenwechsel in die Kfz-Betriebe kommen. Trotz des steigenden Marktanteils der Ganzjahresreifen (13,6 Prozent im Jahr 2018) setzt der überwiegende Teil der Autofahrer noch auf den saisonalen Wechsel zwischen Winter- und Sommerreifen.

Interessante Zahlen zum Verbraucherverhalten rund um Reifen und Räder hat nun die DAT veröffentlicht. Laut dem DAT-Report 2019 haben die Kfz-Betriebe ihren Marktanteil beim saisonalen Radwechsel auf 50 Prozent ausbauen können (22 Prozent in der Markenwerkstatt, 28 Prozent in einer freien Werkstatt). Nur zwölf Prozent gingen dafür zu einem Reifenfachhändler. Und immerhin noch 37 Prozent würden die Räder selbst wechseln (Basis: alle Fahrer mit Saisonreifen).

Do-it-yourself ist auch für viele Kunden noch angesagt, wenn es um die Einlagerung der Reifen geht – und das, obwohl die Räder moderner Fahrzeuge immer größer und schwerer werden. Der DAT-Report meldet, dass 42 Prozent der Personen, die den Reifenwechsel in der Werkstatt durchführen ließen, den Radsatz anschließend in den heimischen Keller schleppen. Ob ihnen bewusst ist, dass für den Transport der Räder im Pkw die Vorschriften für die Ladungssicherung gelten? Räder müssen im Kofferraum mit einem Gepäcknetz oder Spannriemen gesichert werden. Ein Hinweis seitens des Serviceberaters auf diesen Umstand könnte die Einlagerungsquote durchaus erhöhen.

Reifenkäufer vertrauen den Empfehlungen der Werkstatt

Beim Reifenkauf zeigt sich, dass die Marketingbemühungen der Reifenhersteller, ihre Bekanntheit durch Endkundenwerbung zu verbessern, an vielen Käufern wirkungslos vorbeigehen. 57 Prozent aller Automobilisten messen beim Kauf neuer Reifen deren Marke gar keine, wenig oder mittelmäßige Bedeutung bei und vertrauen beim Thema Reifen auf die Empfehlung der Werkstätten.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group