Energiekrise Dezemberhilfe kommt, ab Januar auch Gas- und Strompreisbremse

Von Doris Pfaff

Die Dezemberhilfe ist in Kraft und soll Gaskunden einmalig entlasten. Die geplante Gaspreisbremse wird ab Januar kommen, ebenso eine Strompreisbremse. Damit will die Bundesregierung die Winterlücke schließen, kündigte sie an.

Von der bereits in Kraft getretenen Dezemberhilfe profitieren auch Kfz-Betriebe, sofern sie Gas beziehen. Ab Januar soll eine Gas- und Strompreisbremse für weitere Entlastungen bei den Energiekosten sorgen. Diese will die Bundesregierung jetzt noch auf den Weg bringen.
Von der bereits in Kraft getretenen Dezemberhilfe profitieren auch Kfz-Betriebe, sofern sie Gas beziehen. Ab Januar soll eine Gas- und Strompreisbremse für weitere Entlastungen bei den Energiekosten sorgen. Diese will die Bundesregierung jetzt noch auf den Weg bringen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Das vom Bundestag bewilligte Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz („Dezemberhilfe“) wurde vom Bundesrat gebilligt und ist bereits in Kraft getreten. Damit erhalten gasverbrauchende Betriebe und Privatkunden im Dezember eine einmalige Entlastung. Außerdem hat die Bundesregierung angekündigt, die geplante Gas- und auch eine Strompreisbremse schon ab Januar greifen zu lassen.

Von der einmaligen Soforthilfe im Dezember profitieren auch Kfz-Betriebe, wenn sie weniger als 1,5 Gigawattstunden pro Jahr verbrauchen. Das bezogene Erdgas darf dabei nicht zur kommerziellen Strom- oder Wärmeerzeugung genutzt werden.

Die im Dezember fällige Abschlagszahlung wird erlassen. Die Höhe berechnet sich nach dem im Monat September 2022 prognostizierten Jahresverbrauch, unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch im Dezember.

Entweder werden die Kunden von ihren Versorgungsunternehmen direkt durch den Verzicht auf den Dezemberabschlag entlastet, oder sie bekommen den Beitrag später bei der Jahresabrechnung erstattet.

Die vielfach kritisierte Lücke zwischen der Dezember-Soforthilfe und der ab März geplanten Gaspreisbremse soll es nicht geben. Die Bundesregierung kündigte am 22. November an, die „Winterlücke“ schließen zu wollen. Dazu sollen Bürger und Unternehmen rückwirkend auch für die Monate Januar und Februar 2023 mit dem für März ermittelten Betrag bei den Gaskosten entlastet werden.

Bei der Gaspreisbremse sollen Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs einen garantierten Gasbruttopreis von zwölf Cent pro Kilowattstunde bekommen. Für die restlichen 20 Prozent des Verbrauchs soll der jeweilige Vertragspreis gelten.

Für Fernwärme soll der garantierte Bruttopreis bei 9,5 Cent liegen. Auch für die Industrie ist eine Gaspreisbremse ab Januar geplant. Geplant ist dieses Vorgehen auch bei der Strompreisbremse.

Das Gesetz über die Dezember-Soforthilfe ist am 19. November in Kraft getreten; die Gesetzentwürfe zur Umsetzung der Preisbremsen für Strom und Gas sollen folgen.

Das Bundeswirtschaftsministerium bietet zum Thema Soforthilfe im Gas- und Wärmebereich einen Fragen- und Antworten-Katalog.

(ID:48762750)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung