Diagnose ist eine Leistung

Autor / Redakteur: Bernd Reich / Steffen Dominsky

Manchmal ist es nicht leicht, einen Fehler im elektronischen System eines Autos zu finden. Zudem haben fundiertes Wissen sowie Diagnose- und Messtechnik auch ihren Preis. Diagnosearbeiten sind eine Leistung, die der Kunde zahlen muss.

Kommunikation ist das A und O: nicht nur unter Kollegen im Kfz-Betrieb, sondern auch mit dem Kunden. Sonst gibt es gerade bei der Verrechnung diffiziler Diagnosearbeiten schnell Ärger.
Kommunikation ist das A und O: nicht nur unter Kollegen im Kfz-Betrieb, sondern auch mit dem Kunden. Sonst gibt es gerade bei der Verrechnung diffiziler Diagnosearbeiten schnell Ärger.
(Bild: © Karin & Uwe Annas - Fotolia)

Eigentlich ist es selbstverständlich, dass ein Kunde für die von ihm in Auftrag gegebenen Werkstattleistungen bezahlt. Doch bei der Fehlersuche gibt es einen wunden Punkt: Wenn auf der Rechnung drei Stunden Diagnosearbeiten stehen, die eigentliche Reparatur aber nur ein paar Euro kostet, ist vielfach Ärger vorprogrammiert. Dann kommt es zu Diskussionen um die Kosten für die Diagnose. Der Kunde fühlt sich übervorteilt. Woran liegt das?

Das Problem besteht darin, dass ein Autofahrer meist nicht abschätzen kann, wie anspruchsvoll die Fehlersuche an elektronischen Systemen ist. Er vermutet oft, dass eine Werkstatt „nur mal eben“ ihr Diagnosewerkzeug anschließen muss, und hält Fehlersuche für normalen Service. Auf Nachfrage von »kfz-betrieb« erklärt Ulrich Köster, der Pressesprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK): „Ein Betrieb kann durchaus Diagnosearbeiten abrechnen, wenn diese Gegenstand des Kundenauftrags sind. Jeder Betrieb wird aber situations- und auftragsbezogen selbst entscheiden, wie er mit dieser Thematik umgeht.“