Die großen Autohändler: Senger

Autor / Redakteur: Birgit Hiemann / Udo Schwickal

Die Senger-Gruppe treibt ihre Expansion und gleichzeitig den Konzentrationsprozess im Automobilhandel voran. Nach der Übernahme der Rosier-Gruppe Oldenburg und zweier Mercedes-Benz-Niederlassungen muss jetzt erfolgreich integriert werden.

(Fotos: Senger)

Es war die Überraschung in der Branche schlechthin: Die Senger-Gruppe mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Rheine übernimmt zum 1. Januar 2016 die Autohäuser der Rosier-Gruppe Nord. Und das, nachdem die Oldenburger selbst erst zwei Monate zuvor den Zuschlag für die Mercedes-Benz-Niederlassungen in Emden und Aurich bekommen hatten. Mit dem Kauf wächst Senger um 570 Mitarbeiter und elf Autohäuser an acht Standorten in Oldenburg, Wilhelmshaven und Ostfriesland.

Ein lukratives Geschäft: Rosier-Nord und die beiden Niederlassungen verkauften im vergangenen Jahr rund 5.800 Fahrzeuge und erwirtschafteten einen Umsatz von 300 Millionen Euro. Das Familienunternehmen Senger brachte es auf 21.659 verkaufte Fahrzeuge und einen Umsatz von 764 Millionen Euro. Damit avanciert Senger zum Umsatzmilliardär und hat sich 2014 laut Institut für Automobilwirtschaft im Ranking der Top-100-Autohandelsgruppen in Deutschland auf den vierten Platz hinter Emil Frey, AVAG und Gottfried Schulz katapultiert. Rosier Menden im Sauerland, die andere Hälfte der Gruppe, bleibt rechtlich und wirtschaftlich eigenständig.