Ifa-Studie Diese Autohändler sind bei Akademikern als Arbeitgeber am gefragtesten

Autor: Christoph Seyerlein

Das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) hat insgesamt 1.600 Studenten und Young Professionals befragt, für welche Unternehmen in der Autobranche sie gerne arbeiten würden. Der Handel hat dabei insgesamt einen schweren Stand.

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Autohändler liegen bei Studierenden als Arbeitgeber niedriger im Kurs als beispielsweise Hersteller.
Autohändler liegen bei Studierenden als Arbeitgeber niedriger im Kurs als beispielsweise Hersteller.
(Bild: Promotor)

Ein Arbeitsplatz in der Autobranche hat für Studierende und Young Professionals zuletzt an Anziehungskraft eingebüßt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) der Hochschule Nürtingen-Geislingen mit 1.600 teilnehmenden Personen, die branchenbezogene Studiengänge absolvieren oder bereits im Berufsleben stehen.

Als Arbeitgeber besonders zu kämpfen haben demnach vor allem Autohändler und Branchendienstleister. Sie wurden von den Umfrageteilnehmern insgesamt als deutlich unattraktiver eingestuft als beispielsweise Automobilhersteller oder Zulieferer.

Wenn schon Handel, dann große Gruppen

Am ehesten könnten sich Studierende und Young Professionals offenbar vorstellen, bei großen Handelsgruppen einzusteigen. Die fünf bestbewerteten Händler waren die Hahn-Gruppe (Gesamtnote: 3,06), die Emil-Frey-Gruppe (3,1), die AHG (3,13), die AVAG (3,29) und die Senger-Gruppe (3,4).

Hatte es in den letzten Jahren laut IfA einen leichten Trend gegeben, der darauf hin deutete, dass Händler die Attraktivitätslücke zu Herstellern etwas schließen könnten, war davon in der aktuellen Umfrage nichts mehr zu erkennen. Die gefragtesten Hersteller Porsche (1,98), Mercedes-Benz (2,13), Audi (2,39), BMW (2,42) und Tesla (2,45) schlossen durch die Bank deutlich besser ab als der Handel.

Besonders wichtig ist den Befragten offenbar ein gutes Betriebsklima und ein sicherer Arbeitsplatz. Weniger ins Gewicht fallen dagegen Faktoren wie „Image der Produkte und Dienstleistungen“ sowie das „Image des Arbeitgebers“.

Gehaltsvorstellungen sinken

Informationen über potenzielle Arbeitgeber sammeln die Befragten vor allem online. Wichtigste Quelle ist dabei die jeweilige Unternehmenswebsite. Zwei Drittel gaben an, gezielt dort zu suchen. Ebenfalls häufig genutzt: Kontakt- und Karrierenetzwerke sowie Job-Börsen. Wichtigste Offline-Quelle sind laut der Umfrage Empfehlungen von Freunden und Bekannten.

Bei den Gehaltsvorstellungen der jungen Akademiker hat die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen. Erwarteten Bachelor-Absolventen vor der Krise noch eine Einstiegsgehalt von 45.000 Euro, geben sie sich nun mit 39.000 Euro zufrieden. Bei Master-Absolventen fielen die Wünsche ebenfalls und lagen unter der Grenze von 50.000 Euro.

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Entwicklungsredakteur