Digitales Abo-Modell von Volvo auf der Zielgeraden
Bis zum Ende des ersten Quartals 2018 sollen die neuen Care-by-Volvo-Verträge unter Dach und Fach sein. Die grobe Richtung stimmt schon, jetzt geht es vor allem um die genaue Händlervergütung.
Anbieter zum Thema

Voraussichtlich bis Ende März plant Volvo, seinen Händlern einen Vertragsentwurf für sein neues digitales Auto-Abo namens Care by Volvo vorzulegen – das sagte Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch im Gespräch mit »kfz-betrieb«. „Der Vertrag ist zwar noch nicht unter Dach und Fach, aber es gibt keine unlösbaren Probleme mehr“, unterstreicht der Volvo-Manager.
Laut Volvo-Händlerverbandspräsident Heinz Preiß sei man aktuell dabei, in enger Zusammenarbeit mit Volvo Deutschland die Eckpfeiler für die neuen Verträge zu setzen.
Über ein Onlineportal von Volvo können die Kunden seit Oktober letzten Jahres das neue Kompakt-SUV XC40 abonnieren, statt es zu kaufen oder zu leasen. Die fixe Monatsrate beinhaltet mit Ausnahme des Kraftstoffs und der Betriebsstoffe sämtliche Betriebskosten – inklusive Steuern, Versicherung, Wartung, Reparaturen und sogar die Winterbereifung. Während der bislang 24-monatigen Vertragslaufzeit können die Kunden ihr Fahrzeug eine Woche lag gegen ein anderes Volvo-Modell tauschen. Der Vertragspartner für die Kunden ist der Hersteller.
Schon bei der Vorstellung seines neuen digitalen Vertriebsmodells, das sich aktuell noch in der Pilotphase befindet, hatte Volvo betont, den Handel vollumfänglich in das Angebot einbinden zu wollen. Über die genauen Leistungen und vor allem über das Vergütungsmodell diskutieren der Kölner Importeur und der Händlerverband bereits seit einigen Monaten.
Händler haben direkten Kundenkontakt
In der Pilotphase, die auslaufen soll, sobald das neue Regelwerk steht, haben die Kunden faktisch gar keinen Kontakt zum Händler. Sie holen ihr neues Fahrzeug bei Volvo in Köln ab, und für etwaige Servicedienstleistungen kontaktiert der Kunde nicht seinen Volvo-Händler, sondern einen Care-by-Volvo-Genius. Dieser koordiniert dann eventuell nötige Arbeiten mit dem Autohaus. Letzteres bietet den Hol- und Bringservice, stellt die Ersatzmobilität sicher und führt die Servicearbeiten aus.
Künftig sollen die Händler die Kunden wieder direkt zu Gesicht bekommen: Der Kunde kann sein Auto dann beim Händler seiner Wahl abholen und es auf Wunsch auch persönlich zum Service ins Autohaus bringen.
Die Arbeiten der Volvo-Partner, dazu gehören unter anderem Wartungs- und Servicearbeiten, der Hol- und Bringservice oder die Fahrzeugaufbereitung, will Volvo nach einem Leistungskatalog vergüten, der sich nach dem Volvo-Pro-Full-Serviceangebot richtet. Zudem sollen die Händler Einnahmen aus den monatlichen Raten erhalten. Erarbeitet wird das genaue Vergütungsmodell gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young.
(ID:45120104)