Ein elektrisches Kei-Car ist in China der Verkaufsschlager

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Svenja Gelowicz

Ein kleines E-Auto feiert in China derzeit ungewöhnliche Erfolge. Drei Zielgruppen fragen das Hongguang Mini EV bislang stark nach – und die Zentralregierung hat noch eine vierte im Visier.

Der Startpreis von 28.800 chinesischen Yuan (etwa 3.500 Euro) ist genauso „mini“ wie die Maße des Hongguang Mini EV: Der elektrische Viersitzer ist knapp drei Meter lang, 1,5 Meter breit und 1,6 Meter hoch.
Der Startpreis von 28.800 chinesischen Yuan (etwa 3.500 Euro) ist genauso „mini“ wie die Maße des Hongguang Mini EV: Der elektrische Viersitzer ist knapp drei Meter lang, 1,5 Meter breit und 1,6 Meter hoch.
(Bild: SAIC-GM-Wuling Automobile)

Er sieht aus wie die Schrumpfversion eines Autos, eine Art Bonsai der Autowelt. Keine drei Meter ist er lang. Als Statussymbol ist er eher ungeeignet. Aber der „Hongguang Mini EV“ verkauft sich in China gerade wie verrückt. In den ersten 20 Tagen seit seinem Launch auf der Chengdu-Autoshow am 24. Juli habe sich das Mini-Auto 15.000 mal verkauft. Vorbestellungen mitgerechnet, seien insgesamt schon 50.000 der kleinen Flitzer abgesetzt worden, berichtete das chinesische Autoportal Gasgoo.com Ende August.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Hongguang Mini EV um ein kleines Elektroauto. Sowohl der chinesische Hersteller, SAIC-GM-Wuling, als auch die Fachpresse bezeichnen es als batteriebetriebene Version eines „Kei-Cars“. So heißen die in Japan enorm populären Mini-Autos, die dort knapp 40 Prozent aller verkauften Autos stellen.