Schadensteuerung K&L-Branche im Stress – Zukunft ohne Vollauslastung

Von Konrad Wenz 3 min Lesedauer

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Gestern noch zwei Monate Vorlauf, heute Auftragsflaute: Raus aus der Schadensteuerung oder bewusst rein? Für K&L-Unternehmer wird die strategische Positionierung zur Überlebensfrage. Schadensteuerung bringt zwar Volumen, aber zu welchem Preis?

Schadensteuerung ja oder nein – darum ging es in einer Podiumsdiskussion bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen. Es diskutierten: (v. l.) Thomas Aukamm (ZKF), Dimitra Theocharidou-Shns (SPN), Christian Eis­necker (Eisi GmbH), Thorsten Stünkel (HUK Coburg), Sergej Wasiljew (Fix Auto Weilburg) und Reinhard Beyer (Auto Beyer; BVdP) mit Konrad Wenz.(Bild:  Stefan Bausewein)
Schadensteuerung ja oder nein – darum ging es in einer Podiumsdiskussion bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen. Es diskutierten: (v. l.) Thomas Aukamm (ZKF), Dimitra Theocharidou-Shns (SPN), Christian Eis­necker (Eisi GmbH), Thorsten Stünkel (HUK Coburg), Sergej Wasiljew (Fix Auto Weilburg) und Reinhard Beyer (Auto Beyer; BVdP) mit Konrad Wenz.
(Bild: Stefan Bausewein)

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Vorlaufzeiten von zwei Monaten oder mehr in der Unfallreparatur eher die Regel. Nach wie vor steigt der Fahrzeugbestand in Deutschland – das deutet eigentlich auf mehr Schäden hin und darauf, dass sich die beschriebene Situation nicht zum Besseren wendet. Der durchschnittliche Schaden bei einem Unfall liegt laut Gesamtverband der Versicherer (GDV) bei rund 4.000 Euro.

Versicherer machen für die steigenden Reparaturkosten zum Beispiel die Ersatzteilpreise und Stundenverrechnungssätze verantwortlich und versuchen, ihnen auf verschiedenen Wegen entgegenzuwirken. Beispielsweise, indem sie den Druck auf die Werkstätten erhöhen. Die Konditionen, die Versicherer und Schadensteuerer ihren Partnerwerkstätten anbieten, sind oft nicht auskömmlich. Dazu kommt, dass Versicherer versuchen, Reparaturwege zu beeinflussen, Werkstattrechnungen zu kürzen, administrative Aufgaben auf die Werkstätten zu verlagern und zunehmend Regress einlegen, um vermeintlich zu viel gezahlte Leistungen von den Werkstätten zurückzuholen.