Erneuerbare Energie Volkswagen will Energiegroßspeicher bauen

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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VW will mit seinem Tochterunternehmen Elli stationäre Großspeicher für Strom entwickeln, bauen und betreiben. Sie sollen überschüssige erneuerbare Energie speichern.

Überschüssige erneuerbare Energie speichern: Dafür will Volkswagen industrielle Großspeicher errichten.(Bild:  Shell International Limited)
Überschüssige erneuerbare Energie speichern: Dafür will Volkswagen industrielle Großspeicher errichten.
(Bild: Shell International Limited)

Der Volkswagen-Konzern steigt mit der Lade- und Energiemarke Elli in ein neues Geschäftsfeld ein. Gemeinsam mit Partnern sollen entlang der Wertschöpfungskette stationäre Großspeicher entstehen. Sie sollen künftig Kunden beliefern und für den Stromhandel dienen. Nach aktuellem Stand könnten erste Batteriespeicherprojekte im Jahr 2025 aufgebaut werden.

Die größten geplanten Projekte haben derzeit eine Leistung von bis zu 350 Megawatt und eine Speicherkapazität von 700 Megawattstunden. Derzeit ist laut Volkswagen in Deutschland eine Gesamtspeicherkapazität von nur einer Gigawattstunde verbaut.

Die Anlagen sollen als Puffer für Wind- und Solarenergie dienen und so helfen, das Stromnetz zu stabilisieren. „Deutschland und Europa benötigen ausreichend Speicherlösungen, um den steigenden Bedarf zu decken und die volatile Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen. Unsere Investitionen in stationäre Batteriespeicher sind daher ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Energieversorgung“, sagte Thomas Schmall, Vorstand Technik im Volkswagenkonzern.

10.500 Gigawattstunden im Jahr 2023 nicht erzeugt

Zudem erschließe Europas größter Autobauer ein weiteres Einsatzgebiet für ausgediente E-Auto-Batterien, deren Leistung im Auto nicht mehr ausreicht, die aber noch genug Strom für Großspeicher aufnehmen können. Bei der ersten Anlage werde man zunächst zwar auf fabrikneue Batterien zurückgreifen müssen, da es noch nicht genügend Rückläufer aus Elektroautos gebe, räumte Schmall ein. „Die kommen ja jetzt erst auf uns zu.“ In Zukunft wolle man in den „Power Centern“ aber gezielt ausgemusterte E-Auto-Batterien einsetzen, bevor sie im dritten Schritt wiederverwertet werden.

Der Speicherbedarf ist hoch: Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland laut der Mitteilung von Volkswagen rund 10.500 Gigawattstunden aus erneuerbaren Stromquellen nicht erzeugt, weil es keine Zwischenspeicher gibt. Die Strommenge hätte demnach ausgereicht, um mehr als 3,2 Millionen Elektrofahrzeuge ein Jahr lang mit Grünstrom zu betreiben.

Das Fraunhofer Institut rechnet mit einem Bedarf von über 100 Gigawattstunden bis zum Jahr 2030, um die Volatilität erneuerbarer Energien auszugleichen.

(Mit Material der dpa )

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