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Erneutes Absatz-Minus bei PSA: Vor allem Opel bremst

Autor / Redakteur: dpa/cs / Christoph Seyerlein

Die PSA-Gruppe hat im dritten Quartal ein leichtes Umsatzminus eingefahren. Noch deutlich kräftiger fielen die Rückgänge bei den Verkaufszahlen aus. Vor allem die deutsche Tochtermarke Opel wurde wesentlich weniger Autos los als im Vorjahreszeitraum.

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Im dritten Quartal setzte die PSA-Gruppe weltweit rund 589.000 Fahrzeuge ab.
Im dritten Quartal setzte die PSA-Gruppe weltweit rund 589.000 Fahrzeuge ab.
(Bild: PSA)

Die PSA-Gruppe hatte auch im dritten Quartal 2020 zu kämpfen. Von Anfang Juli bis Ende September ging der Umsatz im Vorjahresvergleich leicht um 0,8 Prozent auf 15,45 Milliarden Euro zurück. Wesentlich deutlicher fielen die Einbußen bei den Verkaufszahlen aus: Der Hersteller setzte knapp 589.000 Fahrzeuge ab, das war ein Minus von 12,7 Prozent, wie PSA am Mittwoch in Paris mitteilte. Bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall gab es im dritten Vierteljahr sogar einen Rückgang um 22,3 Prozent auf rund 151.000 Fahrzeuge.

Von Januar bis Ende September setzte der Konzern mit den Stammmarken Peugeot und Citroën 40,57 Milliarden Euro um, deutlich weniger als die 53,92 Milliarden Euro in den neun Monaten des Vorjahreszeitraums. PSA wurde nach früheren Angaben – wie andere Autohersteller auch – von der Corona-bedingten Nachfrageschwäche getroffen.

Opel-Chef Michael Lohscheller hatte den Rückgang der Verkaufszahlen bei der Marke mit dem Blitz vor allem mit dem Verzicht auf unprofitable Verkäufe begründet: „Wir verkaufen zwar aktuell weniger Autos, aber unsere Kunden geben mehr für ihren Opel aus. Der Umsatz pro Fahrzeug steigt“, sagte er dem „Handelsblatt“. Daher sei Opel selbst in extrem schwierigen Situationen profitabel. „Wir können mit weniger Menge mehr Ergebnis erzielen, wie die Resultate auch zum Halbjahr gezeigt haben.“

Pläne für Fusion mit FCA bestätigt

Perspektivisch will Lohscheller bei den Rüsselsheimern jedoch auch den Absatz wieder steigern – „aber niemals zulasten von CO2 und Profitabilität“, erklärte der Manager. Auch ein konkretes Volumen-Ziel hat der Opel-Chef ausgegeben: „2019 – vor der Corona-Krise – hatten wir ein Absatzvolumen von gut einer Million Fahrzeugen. Auf dieses Niveau wollen wir wieder zurückkommen.“

Unterdessen bestätigte die Konzernmutter PSA in ihrer Mitteilung den Fahrplan für die geplante Fusion mit Fiat Chrysler. Der Mega-Zusammenschluss soll weiterhin bis Ende März über die Bühne gehen.

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