Strategische Kehrtwende Stellantis bringt mehrere Diesel-Modelle zurück

Von Yvonne Simon 1 min Lesedauer

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Einem Agenturbericht zufolge erweitert Stellantis in Europa sein Angebot an Selbstzündermodellen. Damit reagiere man auf die Kundennachfrage, heißt es vom Konzern.

Den Astra L hat Opel in den vergangenen Jahren durchgehend mit 1,5-Liter-Diesel-Option angeboten. Neue Diesel-Motoren sollen das Angebot künftig ergänzen.(Bild:  Rehberg / »kfz-betrieb«)
Den Astra L hat Opel in den vergangenen Jahren durchgehend mit 1,5-Liter-Diesel-Option angeboten. Neue Diesel-Motoren sollen das Angebot künftig ergänzen.
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Stellantis wendet sich von Elektroautos ab und setzt wieder verstärkt auf den Diesel. Ohne die strategische Kehrtwende aktiv zu kommunizieren, bringt der Hersteller bereits seit Ende 2025 Diesel-Varianten zurück auf den Markt, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt. Europaweit sollen aktuell mindestens sieben Pkw- und Transportermodelle mit Selbstzünder wieder erhältlich sein beziehungsweise zusätzliche Varianten erhalten. Unter anderem geht es um die Modelle Opel Astra, Opel Combo Van, Peugeot 308, DS4, Peugeot Rifter sowie den Citroën Berlingo Personentransporter. Das Unternehmen werde zudem bislang erhältliche Dieselfahrzeuge weiter produzieren, darunter das Premium SUV DS7 und die Alfa-Romeo-Modelle Tonale, Stelvio und Giulia.

Auf Anfrage von Reuters erklärte Stellantis: „Wir haben beschlossen, Dieselmotoren in unserem Produktportfolio zu behalten und – in einigen Fällen – unser Angebot an Antriebssträngen zu erweitern”. Stellantis wolle Wachstum generieren, „deshalb konzentrieren wir uns auf die Kundennachfrage.”

Die Verkaufszahlen von Elektroautos sind in den letzten Jahren hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Gleichzeitig ziehen sich die Vereinigten Staaten, der volumenstärkste nationale Markt von Stellantis, unter Präsident Donald Trump derzeit aus dem BEV-Markt zurück. Gerade erst schockte der Konzern mit einer Abschreibung von fast 22 Milliarden Euro, wovon 15 Milliarden Euro auf die von Trump gestrichene Elektroautoförderung zurückgehen.

Viele Hersteller haben als Folge von „Diesel-Gate“ den Selbstzünder in Europa komplett aus dem Portfolio geworfen. Stellantis gehörte nicht dazu, hatte sein Angebot aber deutlich eingedampft.

In Deutschland betrug der Anteil von Diesel-Fahrzeugen am Gesamtabsatz im vergangenen Jahr laut KBA noch 13,8 Prozent. Elektroautos machten 19,1 Prozent aus.

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