CO2-Normen für Nutzfahrzeuge ZDK fordert von EU Berücksichtigung klimaneutraler Kraftstoffe

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Zu den EU-Plänen, auch die CO2-Emissionsgrenzwerte bei schweren Nutzfahrzeugen zu verschärfen, hat der ZDK nun seine Stellungnahme und Forderungen eingereicht. Die EU müsse die Technologievielfalt und neue klimaneutrale Kraftstoffe berücksichtigen.

Bei der geplanten Verschärfung der CO2-Emissionsgrenzen für neue schwere Nutzfahrzeuge fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die EU auf, auch technologieoffene Ansätze und klimaneutrale Kraftstoffe zu berücksichtigen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Bei der geplanten Verschärfung der CO2-Emissionsgrenzen für neue schwere Nutzfahrzeuge fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die EU auf, auch technologieoffene Ansätze und klimaneutrale Kraftstoffe zu berücksichtigen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Für neue schwere Nutzfahrzeuge werden die CO2-Emissionsnormen verschärft. Dazu hat die Europäische Kommission einen Verordnungsvorschlag vorgelegt, zu dem der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) jetzt eine Stellungnahme abgegeben hat.

„Wir begrüßen die Überarbeitung der CO2-Normen für schwere Nutzfahrzeuge im Einklang mit den europäischen Fit-for-55-Zielen“, so ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel. „Diese Ziele lassen sich jedoch nur erreichen, wenn dabei alle verfügbaren CO2-neutralen und CO2-reduzierenden Antriebe und Kraftstoffe in Betracht gezogen werden.“

Neben Maßnahmen zur Elektrifizierung und Hybridisierung zählt der ZDK dazu insbesondere auch klimaneutral oder klimaschonend erzeugte synthetische Kraftstoffe, Wasserstoff sowie regenerative Biokraftstoffe. Nach Ansicht des ZDK sollte die Anrechenbarkeit von CO2-neutralen und CO2-reduzierenden Kraftstoffen auf Basis einer gesamtheitlichen Betrachtung der realen CO2-Bilanz dieser Kraftstoffe erfolgen.

Herstellung und Infrastruktur für grüne Kraftstoffe

„Für die Herstellung dieser grünen Kraftstoffe müssen auch starke und wirksame Anreizmechanismen geschafft werden“, so Scheel. „Ebenso ist es notwendig, die für den Aufbau erforderlichen Infrastrukturen zu fördern.“ Dazu zählen laut dem ZDK zum Beispiel Elektrolyse-Anlagen, öffentliche Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge sowie ein öffentliches Ladenetz.

Außerdem sollten die Rahmenbedingungen für die CO2-Emissionsnormen die tatsächlichen Emissionen über den gesamten Lebenszyklus von neu typgenehmigten Fahrzeugen (cradle-to-grave) berücksichtigen. „Die Betrachtungen von der Kraftstofferzeugung bis zum Tanken (well-to-tank) zeigen nicht die tatsächlichen CO2-Emissionen auf und sollten daher ausgeweitet werden“, so Scheel.

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