ACEA Europäischer Automarkt verliert Schwung

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der Neuwagenmarkt ist noch im Aufschwung. Allerdings ist das Plus im November weniger deutlich ausgefallen als in den Vormonaten. Und für die kommenden Monate sind die Prognosen eher düster.

Im Vergleich zum vorigen November sank die Zahl der Neuanmeldungen in Deutschland um 5,7 Prozent.(Bild:  ADAC)
Im Vergleich zum vorigen November sank die Zahl der Neuanmeldungen in Deutschland um 5,7 Prozent.
(Bild: ADAC)

Die Autonachfrage in Europa verliert an Schwung. Im November wurden in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien 1,076 Millionen Pkw neu zugelassen. Das waren 6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Herstellerverband Acea am Mittwoch mitteilte. Damit war die Entwicklung zuletzt unterdurchschnittlich. Nach elf Monaten steht ein Plus von 15,7 Prozent auf 11,8 Millionen Einheiten in der Statistik.

Die Absatzentwicklung ist dabei höchst unterschiedlich. So legten die Staaten der EU um 6,7 Prozent zu. Unter den vier größten EU-Märkten verzeichneten Italien (+16,2 %), Frankreich (+14 %) und Spanien (+7 %) im November deutliche Anstiege bei den gesamten Neuanmeldungen. In Deutschland ergab sich hingegen ein Rückgang um 5,7 Prozent. Aber auch in Großbritannien, zuletzt mit 156.500 Einheiten der zweitgrößte Automarkt in Europa, wuchsen die Neuzulassungen um 9,5 Prozent. Stark im Minus war im November der Elektro-Vorzeigemarkt Norwegen: Dort gingen die Neuanmeldungen um fast 50 Prozent in den Keller.

Für die nähere Zukunft dürfte der europäische Neuwagenmarkt sein Maximum weitgehend erreicht haben. „Die Erholung auf dem europäischen Neuwagenmarkt hält noch an, von dem inzwischen erreichten Niveau aus wird es aber im kommenden Jahr wohl kaum noch aufwärts gehen“, sagt Constantin M. Gall, Leiter Mobility bei EY für Westeuropa. Ursache seien die sichtbare Konjunkturschwäche, hohe Finanzierungskosten und die erheblichen geopolitischen Spannungen. Diese Mischung führe zu Kaufzurückhaltung sowohl bei Privatleuten als auch bei Unternehmen.

Elektroautos schwächeln

Die Volkswagen-Gruppe kam mit ihren Marken im November auf einen Marktanteil von 25,8 Prozent. Die Rivalen Stellantis (14,9 %), zu dem Opel gehört, und Renault (9,5 %) lagen deutlich dahinter. BMW verzeichnete einen Marktanteil von 8,0 Prozent und Mercedes-Benz lag bei 5,8 Prozent. Der US-Elektroautopionier Tesla kam auf 3,4 Prozent und ist damit bereits nah dran am Traditionsunternehmen Ford (3,6 %).

Der Marktanteil reiner Elektroautos erreichte im November europaweit 17,0 Prozent. Im Vorjahr waren es sogar schon 17,2 Prozent. Nicht zuletzt deshalb konstatiert Gall, dass „der Markt für Elektroautos noch nicht auf eigenen Beinen steht, sondern überall an staatlichen Subventionen hängt“. Dazu kommt, dass in Europa noch immer sehr große Unterschiede in Bezug auf die Verbreitung von Elektroautos herrschen. In Osteuropa spielen sie auf dem Neuwagenmarkt quasi keine Rolle. Dafür erfreuen sich Plug-in-Hybride, anders als in Deutschland, in vielen anderen EU-Ländern weiter steigender Beliebtheit.

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