Ex-PSA-Entwicklungschef Gilles Le Borgne heuert bei Renault an

30 Jahre Erfahrung bei PSA

| Autor: Christian Otto

Bis letztes Jahr noch PSA, jetzt Renault: Gilles Le Borgne wird neuer Entwicklungschef beim zweitgrößten französischen OEM.
Bis letztes Jahr noch PSA, jetzt Renault: Gilles Le Borgne wird neuer Entwicklungschef beim zweitgrößten französischen OEM. (Bild: Renault)

Er bleibt den französischen Autobauern treu: So kann man die Berufung von Gilles Le Borgne zum neuen Executive Vice-President Engineering der Renault Gruppe bewerten. Der 57-Jährige war nämlich bis 2019 noch Entwicklungschef der PSA-Gruppe und hatte dort federführend die technische Weiterentwicklung und Plattformstrategie der Marken Peugeot und Citroën vorangetrieben.

Ganze 30 Jahre verbrachte er bei PSA nach seinem Ingenieursstudium an der École Nationale Supérieure des Céramiques. Bei seinem neuen Arbeitgeber übernimmt Le Borgne die Aufgaben von Gaspar Gascon Abellan, der ebenfalls drei Jahrzehnte in der Renault-Entwicklung aktiv war. Zum Abschied lobte Clotilde Delbos¸ Vorstandsvorsitzende der Renault SA, den Manager als Persönlichkeit, der die „Renault-Entwicklung entscheidend geprägt sowie die Antriebstechnik und das Design erfolgreicher Fahrzeuge mitbestimmt” habe.

Impulse für die Renault-Gruppe und die Allianz erhofft

Gilles Le Borgne soll laut Unternehmensangaben als Entwicklungschef den Wandel des OEM mit Blick auf die technologischen und umwelttechnischen Herausforderungen weiter beschleunigen. Auch erhoffe man sich von seiner Expertise positive Einflüsse auf die Synergieeffekte innerhalb der Renault Gruppe, zu der auch Dacia, Lada, Renault Samsung Motors, Alpine sowie der in China vertriebenen Marken Jinbei und Huasong gehören. Und Renault-Chefin Delbos hofft auch auf Impulse für die Allianz mit Nissan-Mitsubishi.

Dass Le Borgne weiß, wie man die Entwicklung eines Mehrmarkenkonzerns orchestriert und dabei vor allem auch Einspareffekte erzielt, bewies er vor allem in den vergangenen Jahren bei PSA. Dort hatte er beispielsweise mit seinem Team Peugeot neues Leben eingehaucht und auch die markenübergreifende Elektrifizierung mit eingeleitet. Seinen Weggang bei PSA erklären Branchenkenner mit Spannungen zwischen ihm und PSA-Chef Carlos Tavares, der für seinen harten Sparkurs berüchtigt ist.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46307362 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Autohaus-Peter-Gruppe: Gefliest für eine Million Euro

Autohaus-Peter-Gruppe: Gefliest für eine Million Euro

2020 investieren Helmut und Andreas Peter weiter in vorhandene und neue Standorte. Die beiden Geschäftsführer gehen positiv gestimmt ins Jubiläumsjahr. Dabei ist die Aufgabenstellung bei den verschiedenen Marken im 30. Jahr der Firmengeschichte unterschiedlich. lesen

Autohaus eTower: Mobilitätsspagat

Autohaus eTower: Mobilitätsspagat

Das Garbsener Autohaus hat sich auf den Handel mit hochpreisigen SUVs und Sportwagen spezialisiert. Gleichzeitig betreiben die Geschäftsführer eine Carsharing-Flotte mit Smarts und Transportern. Ein Geschäftsmodell, das einmalig sein dürfte. lesen