Goslar-Diskurs Experten fordern: „Daten müssen der Gesellschaft Nutzen bringen“

Autor: Jan Rosenow

Der im Fahrzeug entstehende „Datenschatz“ weckt Begehrlichkeiten – und Angst. Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft regen an, den gesellschaftlichen Nutzen datenbasierter Dienstleistungen stärker in den Vordergrund zu stellen.

Unter Leitung von Modreratorin Carola Ferstl diskutierten sechs Expertinnen und Experten über den „Datenschatz“ des Autofahrers.
Unter Leitung von Modreratorin Carola Ferstl diskutierten sechs Expertinnen und Experten über den „Datenschatz“ des Autofahrers.
(Bild: Goslar-Institut)

Daten – gerne das Öl oder das Gold des 21. Jahrhunderts genannt – bilden immer häufiger die Grundlage für äußerst einträgliche Geschäftsmodelle. Nur die Mobilitätsbranche haben die großen Datenaggregatoren der Digitalwirtschaft bislang noch nicht erobern können. Der umfangreiche „Schatz“ der Positions-, Nutzungs- und Technikdaten, die beim Autofahren entstehen, ist noch zum großen Teil nicht gehoben. Doch er weckt Begehrlichkeiten bei der Wirtschaft und ruft auf der anderen Seite Abwehrreflexe bei den Autofahrern und berechtigte Sorgen bei Datenschützern hervor.

Die zukünftige Nutzung dieser Daten stand denn auch im Mittelpunkt des Goslar-Diskurses. Das ist eine Diskussionsveranstaltung, die die Studiengesellschaft für verbrauchergerechtes Versichern – diese gehört wiederum zur HUK-Coburg – jedes Jahr im Rahmen des Verkehrsgerichtstags Goslar durchführt. 2021 wurde sie live im Internet übertragen. Die Diskutanten waren Prof. Dr. Ellen Enkel (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Susanne Knorre (Hochschule Osnabrück), Guido Kutschera (Dekra), Dr. Jörg Rheinländer (HUK-Coburg) sowie Automobiljournalist Guido Reinking und Ex-Tesla-Manager Jochen Rudat (Muchbetterelectric).

Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group