Ford-Händlerverträge: Einigung in Sicht

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Vera Scheid

Auf der Jahreshauptversammlung des Ford-Partnerverbands am Freitag in Köln erhielten die teilnehmenden Händler einen Einblick in das neue Vertragswerk.

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Auf der Jahreshauptversammlung des Ford-Händlerverbands wurden die rund 700 Teilnehmer über den aktuellen Stand der Verhandlungen des neuen deutschen Ford-Händler- und Servicevertrags informiert. Der neue Vertrag soll zum 1. Juni 2013 in Kraft treten – statt einer Kündigung hatten sich Ford und der Händlerbeirat auf eine einvernehmliche Vertragsänderung einigen können.

„Nach schwierigen, aber stets konstruktiven Verhandlungen mit Ford hat sich die Verhandlungskommission vergangenen Dienstag auf einen neuen Händlervertragsentwurf geeinigt“, sagte Verbandspräsident Volker Reichstein. Dieser wird jetzt dem erweiterten Händlerbeirat vorgelegt, bevor das Vertragswerk mit Ford endgültig festgezurrt und den Händlern zur Unterschrift vorgelegt werden soll. Bis Ende Mai soll der Vertrag in trockenen Tüchern sein. „Die wesentlichen strittigen Punkte, die einer einvernehmlichen Vertragsgestaltung im Weg standen, sind gelöst“, so Reichstein.

Der Justiziar des Ford-Händlerverbands, Dr. Joachim Pfeffer, erläuterte den Teilnehmern die wesentlichen Änderungen in den neuen Händlerverträgen. Ford wolle natürlich die Möglichkeiten, die die neue GVO den Herstellern biete, auch nutzen, erläuterte Dr. Pfeffer. Beispielsweise kommen erhöhte Anforderungen bezüglich der exklusiven Präsentationsflächen der Fahrzeuge auf die Händler zu. Sie müssten aber nicht befürchten, für Ford einen separaten Schauraum vorhalten zu müssen. Auch in Sachen CI müssten sie nicht mit größeren CI-Investitionen rechnen.

Hoher Anteil an händlereigenen Zulassungen

Die Stimmung beim Hersteller und im Ford-Händlernetz ist zurzeit so gut wie schon seit Langem nicht mehr: „Wir können durchaus von einem top Start in das Jahr 2011 sprechen“, bemerkte Volker Reichstein auf der Veranstaltung. Speziell das Geschäft mit den Nutzfahrzeugen brummt und die Pkw-Neuzulassungen sind im ersten Quartal gemessen am Gesamtmarkt mit 19 Prozent überproportional gestiegen. Die Auftragseingänge per Februar 2011 geben mit einem Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr genauso Grund zum Optimismus wie das Plus von 48 Prozent beim Auftragsbestand.

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Das Service- und Teilegeschäft, das im vergangenen Jahr der Ertragsbringer im Netz war und wesentlich zur positiven Umsatzrendite von 1,3 Prozent im Handel beigetragen hat, ist auch im ersten Quartal 2011 stabil geblieben.

Auf Seite 2: Die Sorgen des Händlerverbandspräsidenten

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