Freie Werkstatt: Das Geheimnis ihres Erfolgs

Autor / Redakteur: Frank Schlieben / Joachim von Maltzan

Der freie Werkstattmarkt hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich gewandelt. Wer heute auf diesem Gebiet erfolgreich sein will, muss mehr beherrschen als nur die aktuelle Fahrzeugtechnik.

(Bild: »kfz-betrieb«)

In wenigen Jahren wird der technische Fortschritt Freie Werkstätten aus dem Markt drängen. Die technische Komplexität neuer Fahrzeuggenerationen können bald nur noch Betriebe beherrschen, die direkt an einen Automobilhersteller angebunden sind.“ Diese Aussage hatte ein Branchenexperte auf einem Kongress für Werkstätten und Autohäuser getroffen. Thema seines Vortrags im Herbst 1995: Die Zukunft im Kfz-Service. 21 Jahre später steht fest, dass der Experte mit seiner Prognose danebenlag. Allen Unkenrufen und technischen Innovationen zum Trotz übersteigt die Zahl der Freien Werkstätten heute die der Markenbetriebe.

Aber auch der Markt für die freien Betriebe ist großen strukturellen Veränderungen unterworfen – vor allem bezogen auf die Betriebsgröße und die Anzahl der Mitarbeiter. Selbst viele Werkstattsystemanbieter setzen heute bei Neuakquisitionen von Partnern mindestens drei, besser fünf Werkstattmitarbeiter voraus. Kleine Betriebe mit zwei bis drei Mitarbeitern tun sich zunehmend schwer, die erforderlichen Investitionen in die regelmäßige Modernisierung der technischen Ausstattung zu stemmen.