Gefahren: Audi RS4 Avant – traditionell schnell

Von sp-x

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Mit dem Topmodell der A4-Baureihe erinnert Audi Sport wieder stärker an die Urahnen des Mittelklasse-Modells. Und doch nimmt der RS4 Avant Rücksicht darauf, dass wir alle älter werden.

Mit dem RS4 Avant hat Audi seiner Mittelklasse-Baureihe die Krone aufgesetzt.(Bild:  Audi)
Mit dem RS4 Avant hat Audi seiner Mittelklasse-Baureihe die Krone aufgesetzt.
(Bild: Audi)

Im Traum, da brabbelt er, der brave Familienvater. Oder besser gesagt: sein braver Familienkombi. Der brave Pampers-Bomber hat da plötzlich fast 500 PS, Porsche-Power unterm Blech, ein irres Blau obendrauf und lässt die meisten Sportwagen auch beim Zwischenspurt Richtung 250 noch hinter sich stehen.

Der Traum ist wahr. Also mal kurz und zackig aufs Gas getreten – und aus dem dezenten Blubbern des Biturbo-Sechszylinders wird ein fehlzündungsorchestrierter Brüller. Guten Tag, mein Name ist Avant, Audi RS4 Avant.

Audi RS4 Avant: Traditionell schnell
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Auf der Strecke ins hügelige Hinterland von Malaga zeigt der Kombi in seiner neuesten Version, was sich besagtes Familienoberhaupt ab 79.800 Euro leisten kann. Avantissimo, eindeutig. Die zwei einzeln angeströmten Abgasturbolader packt die Sport-Sparte der Ingolstädter zwischen die Bänke des 2,9-Liter fassenden V6. Das Ansprechverhalten ist so rasant, wie es das Äußere verspricht. Schon ab 1.900 Umdrehungen liegt das Drehmoment voll an und lässt sich bis zur 5.000er-Marke ausreizen. Dreh mich aus, befiehlt der RS4. Gern geschehen.

Besonders, wenn es kurvig wird. Durch die Rückbesinnung auf den kleinvolumigeren Turbo – bisher werkelte dort ein dicker Achtzylinder-Sauger – spart der Ingolstädter massiv Kilo auf der Vorderachse. 80 sind es insgesamt. „Wir wollten unsere Ikone so noch fahraktiver machen“, sagt Audi-Sport-Chef Stephan Winkelmann. Hat funktioniert. Der Wagen ist enorm behände.

Nach Deaktivieren der Stabilitätsprogramme zeigt der RS4 Avant im Dynamic-Modus erst recht, welche Gene er hat: Die Reifen auf den serienmäßigen 19-Zöllern halten den RS4 auch bei äußerst zügigem Anfahren souverän in den Kurven. Leichtes Schwänzeln fängt der Allradler auch ohne Rallye-Künste des Fahrers schnell wieder ein. Die Grenzen der Physik scheinen etwas verschoben, bis auf die ablesbaren G-Werte, die das Virtual Cockpit bei Bedarf einblendet.

Wer den Need for Speed noch stärker ausleben will, kann sich überdies das Performance-Paket gönnen. Dann ist die Endgeschwindigkeit nicht bei 250 eingebremst – noch mal rund 30 Stundenkilometer mehr sind auf der freien Autobahn (Nachts? Im Osten?) drin. In 3,9 Sekunden geht es aus dem Stand auf die 100 Stundenkilometer.

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