Suchen

Gefahren: BMW 3er – Evolution geglückt

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Nach rund sieben Jahren legt BMW die wichtigste Baureihe des Konzerns neu auf. Der neue 3er kann quasi alles besser als sein Vorgänger. Und er versteht einen – fast.

Firma zum Thema

Der neue BMW 3er startet im Frühjahr 2019.
Der neue BMW 3er startet im Frühjahr 2019.
(Bild: BMW)

Bei der Neuauflage der Dreier-Reihe setzt BMW auf Evolution statt Revolution. Die siebte Generation, die Anfang März 2019 debütiert, bleibt optisch ihrem Stil treu, ist jedoch in die Länge gewachsen und hat technisch aufgerüstet.

Vor allem die schneidigen Scheinwerfer sorgen gemeinsam mit der konturiert herausgearbeiteten BMW-Niere für eine satte Portion Futurismus. Und die zweifarbigen Rückleuchten lassen den neuen Dreier kühl-technisch daherkommen. Mindestens 37.850 Euro für den 318d mit 110 kW/150 PS schreibt der BMW-Händler auf die Rechnung. Der 320i kostet 39.950 Euro (134 kW/184 PS).

galleryid=8407

Mit Benziner unter der Haube ist der BMW ausschließlich mit Vierzylinder und 135 kW/184 PS (320i) oder 190 kW/258 PS (330i) zu haben; zwei Diesel schöpfen ihre Kraft ebenfalls aus vier Brennkammern (318d mit 110 kW/150 PS und 320d mit 140 kW/190 PS). Als 330d markiert der 195 kW/265 PS starke Sechszylinder-Selbstzünder aktuell die Leistungsspitze. Eine stärkere Otto-Version mit Reihensechszylinder, 275 kW/374 PS und Allradantrieb ist mit dem 340i allerdings bereits angekündigt – und auch das Plug-in-Modell 330e mit bis zu 60 Kilometern elektrischer Reichweite steht schon in den Startlöchern.

BMW stellt für erste Testfahrten mit den Benzinern den 330i zur Verfügung. Der schlägt mit 44.750 Euro Grundpreis zu Buche, zumal er auch erst ab der besser ausstaffierten „Advantage“-Linie geliefert wird. Allerdings rollt kein einziger 3er ärmlich vom Fließband. Die wichtigsten Assistenten wie autonomes Bremsen oder Fußgänger-Erkennung, Bluetooth-Freisprechanlage, LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik sowie Tempomat sind immer dabei.

Getunter Motorsound

Die leicht raue Tonart des Vierzylinders geht als sportlich durch, mit steigender Drehzahl wird der Turbo kehlig. Entwickler Michael Rath weist darauf hin, dass seine Spezialisten mit einem aktiven Soundsystem nachhelfen, aber er beteuert genauso, dass der Klang in keiner Weise verfälscht werde. Man greife lediglich unterstützend ein und verstärke die Tonlage.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Aber nicht nur das. Der Zweiliter hängt toll am Gas, lässt den hinterradgetriebenen 1,5-Tonner mit dem Achtgang-Wandlerautomaten auf Befehl des rechten Fußes mächtig losmarschieren. Wer die Werksangabe von 5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h vorher gelesen hat, wundert sich kaum, dass er in die üppig-komfortablen Sitze gedrückt wird.

(ID:45656035)