BMW hat den rund 50 Kilogramm schweren Hybrid-Synchron-Elektromotor im Heck des i3 selbst entwickelt. Der Stromer schafft eine Leistung von üppigen 125 kW/170 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm, das wie üblich ab der ersten Umdrehung anliegt. Der mit Akkupack 1.195 Kilogramm schwere i3 sorgt schon beim Antritt für bayerntypische Fahrfreude: Gerade mal 7,2 Sekunden braucht er, um aus dem Stand auf Tempo 100 zu starten. Das ist weniger, als etwa ein BMW 320i für den gleichen Spurt braucht.
Erstaunlich auch, dass der i3 bis zu seiner Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h stetig und linear durchzieht, ohne zwischendrin zu schwächeln. Zu Fahren ist der i3 auch sonst durchweg sehr angenehm - selbst, wenn die Fünflenker-Hinterachse immer wieder mal ungnädig über unebene Straßen poltert. Ein wenig Anteil daran dürften auch die Räder haben: Sie sind schmal, haben aber mit 19 Zoll einen üppigen Durchmesser.
Ausgezeichnete Traktion
Der niedrige Schwerpunkt, für den nicht zuletzt die Batterie-Packs im Unterboden des Wagens sorgen, bescheren dem i3 eine satte Straßenlage. Auch in flott gefahrenen Kurven gibt es kaum mal Probleme – zur Not greift das DSC rechtzeitig genug ein. Die Traktion des Hecktrieblers ist auch auf feuchter Fahrbahn ausgezeichnet.
Die Lenkung wirkt etwas synthetisch, ist aber ziemlich direkt und präzise. Praktisch nicht nur in der Stadt: der kleine Wendekreis von nur 9,86 Metern. Die Bremse fristet beim Fahren im i3 schnell ein Schattendasein. Sobald man den Fuß vom Gaspedal nimmt, setzt die Rekuperation ein: Der Elektromotor wird zum Generator und bremst bei der Stromerzeugung für den Lithium-Ionen-Akku das Fahrzeug ab. Je geringer die Ausgangsgeschwindigkeit, desto höher die Bremswirkung.
Die Reichweite mit vollen Lithium-Ionen-Akkus beträgt - abhängig von Fahrweise und Topografie - zwischen 130 und 160 Kilometer. Das reicht nicht für lange Überlandfahrten, für den täglichen Verkehr im städtischen Umfeld aber allemal.
Range Extender für 4.500 Euro
Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann den i3 künftig auch mit einem Reichweitenverlängerer (Range Extender) ordern - Aufpreis: 4.500 Euro. Dann wird ein 650 Kubikzentimeter großer 2-Zylinder-Benzinmotor unmittelbar neben dem Elektromotor eingebaut, der den Akku während der Fahrt nachlädt. Gespeist wird der Benziner aus einem neun Liter fassenden Tank. So lässt sich die Gesamtreichweite des i3 auf rund 300 Kilometer strecken.
Die Ladezeit am Stromnetz ist abhängig davon, an welcher Steckdose der i3 hängt. Mit normalem Haushaltsstrom dauert das rund acht Stunden - an einer Hochleistungsladesäule reicht eine halbe Stunde.
Wie üblich bei Elektroautos ist vor allem der Preis das Problem. Mindestens 34.950 Euro will BMW für den reinen Elektroflitzer haben, mit Range Extender sind es 39.450 Euro. Dank einer üppigen Aufpreisliste gibt es noch viel Luft nach oben. Wer sich allein schon bei BMW umschaut, der bekommt zum ähnlichen Preis immerhin einen ausgewachsenen 318d Touring.
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