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Gefahren: BMW i3s – der Starkstromer

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Vier Jahre nach dem Debüt des i3 spendiert BMW seinem Elektroauto nicht nur ein Facelift, sondern erweitert die Baureihe auch durch eine sportlichere S-Version. Die hat ein bisschen mehr Leistung. Doch das ist nicht alles.

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Der neue i3s soll die Kunden zufrieden stellen, denen das Elektroauto bislang zu schwachbrüstig war.
Der neue i3s soll die Kunden zufrieden stellen, denen das Elektroauto bislang zu schwachbrüstig war.
(Bild: BMW)

Es gibt sicher einige Dinge zu kritisieren am BMW i3. Aber dass er über zu wenig Leistung verfügen soll, wo er im Segment doch deutlich an der Spitze fährt, klingt zunächst einmal wenig verständlich. Wer das Karbonauto beschleunigt, ist von dessen leiser und gleichmäßiger Leistungsentfaltung schlichtweg begeistert. 3,8 Sekunden auf Tempo 60, 7,3 Sekunden auf 100 km/h und der Zwischensprint von 80 auf 120 km/h ist in nur 5,1 Sekunden erledigt. Das sollte für jede Alltagssituation gewiss reichen. Doch laut BMW war vielen Kunden der i3 zu schwach auf der Brust.

Für etwas Schmerzlinderung soll daher künftig der i3s sorgen. Das Sportmodell mit dem kleinen Zusatzbuchstaben ist von seinen Normalo-Brüdern optisch leicht zu unterscheiden. Der i3s steht deutlich satter auf der Straße. Kein Wunder, sein Spur wurde um volle vier, die Reifen um zwei Zentimeter verbreitert (175er vorn, 195er hinten) und die Felgen auf 20 Zoll vergrößert. Hinzu kommen schwarze Kotflügelverbreiterungen und eine um einen Zentimeter tiefer gelegte Karosserie.

BMW i3s: Der Starkstromer
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Alles zusammen kleidet das kompakte Viermeterauto bestens. Besonders von hinten betrachtet steht der Wagen nicht mehr so hochbeinig da. Er ist allerdings auch eine ganze Ecke (plus 3.600 Euro) teurer geworden. Der Grundpreis liegt nun bei 41.150 Euro. Immerhin: Voll-LED-Scheinwerfer gehören zur Serienausstattung.

Und natürlich mehr Power. Um zehn auf 135 Kilowatt steigt die Leistung, um 20 Newtonmeter das Drehmoment (jetzt 270 Nm). Besonders stolz sind die i3-Ingenieure auf die bessere Kraftentfaltung im Bereich um Tempo 80, denn gewöhnlich verlieren Elektromotoren bei höheren Drehzahlen schnell an Drehmoment. Hier kann der i3s gegenüber dem i3 um 0,8 Sekunden zulegen, schafft die Beschleunigung von 80 auf 120 km/h jetzt in 4,3 Sekunden. Ob dies im Alltag wirklich zu spüren und entscheidend ist, sei dahingestellt. Auch 6,9 zu 7,3 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h wird man nicht bewusst wahrnehmen. In beiden Fällen bleibt der i3 ein äußerst spritziges und agiles Auto.

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