Gefahren: Hyundai Tucson

Von Andreas Wehner

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Hyundais neuer Vertreter im Kompakt-SUV-Segment trägt wieder seinen alten Namen – kommt aber mit jeder Menge neuer Technik daher. So soll er seine Rolle als Volumenbringer festigen.

Der neue Hyundai Tucson soll an die Erfolge seines Vorgängers ix35 anknüpfen.(Foto:  Wehner)
Der neue Hyundai Tucson soll an die Erfolge seines Vorgängers ix35 anknüpfen.
(Foto: Wehner)

Hyundai will mehr Emotion transportieren. Daher ändern die Koreaner ihre Modellbezeichnungen – zumindest für die SUV. Die etwas technisch daherkommende Bezeichnung ix35 verschwindet und der neue Hyundai-Vertreter im Segment der kompakten SUV heißt wieder Tucson – wie bereits die erste Generation, die 2005 an den Start ging. Der Name soll die Käufer nach dem Willen der Koreaner an Tombstone, Doc Holiday oder die Wüste von Arizona erinnern – und so die emotionale Bindung an das Fahrzeug erhöhen. Seit einigen Tagen steht der neue Tucson in Deutschland bei den Händlern.

Da die Koreaner sich bereits sehr früh im Boom-Segment der Kompakt-SUV etabliert hatten, ist die Tucson/ix35-Baureihe eine feste Größe bei den C-SUV und einer der wesentlichen Volumenbringer für Hyundai. Seit dem Start des ersten Tucson hat der Importeur in Deutschland insgesamt 142.000 C-SUV verkauft.

Vom neuen Tucson will Hyundai in diesem Jahr noch 6.500 Einheiten verkaufen. Im kommenden Jahr sollen es dann 18.000 Stück werden. Erstmals hatte der Importeur bei seinem neuen Kompakt-SUV eine Vorverkaufskampagne gestartet. Bereits im Juni konnten die Kunden ein hochwertig ausgestattetes Sondermodell zu einem Preis ab 31.400 Euro vorbestellen. Auf diese Weise sammelten die Hyundai-Partner bis jetzt 2.600 Bestellungen – damit ist die erste Produktion des Tucson bereits ausverkauft. Wegen des Erfolgs der Aktion, die ursprünglich bis 10. Juli dauern sollte, ist die Intro-Edition zunächst noch weiter erhältlich.

Das reguläre Modell startet bei 22.400 Euro. Dafür gibt es den 1,6-Liter-Benziner mit 97 kW/132 PS. Damit wird der Tucson getreu der Upselling-Strategie bei Hyundai etwas teurer als der ix35, soll das aber durch eine bessere Ausstattung kompensieren. Als Alternative ist der Tucson ab 27.650 Euro mit einem 130 kW/177 PS starken 1,6-Liter-Turbobenziner bestellbar, der wahlweise mit einem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar ist.

Diesel-Anteil soll steigen

Den Aufpreis für den Diesel hat Hyundai im Vergleich zum ix35 gesenkt. So kostet der Einstiegsdiesel (1,7 Liter, 85 kW/115 PS) mit 24.750 Euro nur 2.350 Euro mehr als ein gleich ausgestatteter Benziner. Beim ix35 betrug der Unterschied noch 3.200 Euro. Diese Strategie ist Teil einer Diesel-Offensive bei Hyundai, die dem Selbstzünder zu mehr Akzeptanz bei den Kunden verhelfen soll. Erst kürzlich hat der Importeur im Rahmen der Aktion „Diesel-Deals“ bestimmte Selbstzünder-Modelle in den Baureihen i20, i30 und ix20 drastisch reduziert.

„Der Diesel ist bei uns im Vergleich zum Gesamtmarkt unterrepräsentiert. Das wollen wir ändern“, sagte ein Hyundai-Sprecher. Über alle Modelle hinweg beträgt der Anteil der Selbstzünder bei den Koreanern knapp 24 Prozent. Auf dem deutschen Markt waren im ersten Halbjahr 48,1 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge mit einem Diesel ausgestattet.

Für den Tucson rechnet Hyundai mit einem Diesel-Anteil von 45 Prozent. Das Vorgängermodell ix35 war zu 36 Prozent mit einem Selbstzünder ausgestattet. Neben dem Einstiegsdiesel bieten die Koreaner einen Zwei-Liter-Selbstzünder in zwei Leistungsstufen mit 100 kW/136 PS und 136 kW/185 PS an. Für beide ist neben dem Sechs-Gang-Schalter ein sechsstufiges Automatikgetriebe erhältlich.

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