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Geldregen mit Gegenwind – Aktionäre klopfen Porsche-Börsengang ab

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Der Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Ulrich Hocker, fragte Blume: „Bleiben Sie bei der Doppelrolle? Oder ist das eine Übergangslösung?“ Es könne nicht sein, für Porsche und den Konzern dauerhaft zwei Vollzeitjobs auszufüllen. Blume betonte: „Nach vier Monaten kann ich sagen: Es funktioniert.“ Zudem habe er Mandate in Aufsichtsräten niedergelegt, etwa bei der Tochter Seat.

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger pochte darauf, dass die Sonderdividende noch im Dezember fließt – und nicht erst im Januar, wie vom Großaktionär Niedersachsen gewünscht. Sie begründete dies mit möglichen steuerlichen Nachteilen, zum Beispiel bei der Gegenrechnung von Verlusten aus dem Vorjahr.

„Starke Kasse“ für moderne Werke

Ministerpräsident Stephan Weil machte als Mitglied des VW-Aufsichtsratspräsidiums klar, dass er bei seiner Linie bleibt. „Es wurde relativ früh Einvernehmen zwischen allen Beteiligten erzielt, dass die Dividende Anfang des Jahres (2023) ausgezahlt werden soll“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Geld aus dem Börsengang sei für eine stabile Standortpolitik wichtig, weil „VW jetzt wieder die Möglichkeit hat, aus einer starken Kasse zu investieren, damit auch zukünftig in Niedersachsen moderne Produktionsstätten stehen“.

Der fürs Geschäft unerlässliche Standort China hingegen ist für Wolfsburg wegen der Fabrik in der Uiguren-Region Xinjiang zunehmend ein heikles Terrain. Landeschef Ralf Brandstätter sagte: „Wir setzen uns über die ganze Lieferkette für die Einhaltung der UN-Standards für Wirtschaft und Menschenrechte ein.“ Rechtsvorstand Manfred Döss entgegnete auf Nachfragen der Aktionäre: „Ich darf Ihnen versichern, dass Integrität und Compliance einen hohen Wert im Volkswagen-Konzern haben.“

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