Geschwindigkeitsbegrenzung findet Akzeptanz

Volvos Idee von maximal 180 km/h kommt an

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: SP-X)

Die kategorische Haltung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, jegliches Tempolimit verstoße gegen den gesunden Menschenverstand, stößt mehr als die Hälfte der Bundesbürger vor den Kopf. Denn laut einer Erhebung der Management- und Technologieberatung Bearing Point können sich 54 Prozent der Deutschen durchaus eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Neuwagen vorstellen.

Hintergrund der Befragung, die das Institut Yougov durchgeführt hatte, ist die Ankündigung des schwedischen Autoherstellers Volvo, ab 2020 die Höchstgeschwindigkeit seiner Neuwagen auf 180 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Mit diesem Vorhaben können die Schweden eine Mehrheit für ihr Anliegen gewinnen. Lediglich 32 Prozent der Befragten stimmten gegen eine Drosselung. Bei den Männern ist die Ablehnung dabei höher (40 %) als bei Frauen (24 %).

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60 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie zugunsten eines Elektrofahrzeugs eine Höchstgeschwindigkeit von 180 Kilometer pro Stunde akzeptieren würden, lediglich 24 Prozent sind laut Umfrage dazu nicht bereit.

Überhaupt scheint die Bedeutung der Elektromobilität zu wachsen. 29 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sie beim Kauf eines Neuwagens den Hersteller mit dem glaubwürdigen Bekenntnis zur Elektromobilität inklusive einer entsprechenden Angebotspalette an verfügbaren Fahrzeugen wählen wollen. Dafür würden sie sogar die Automarke wechseln.

Aus Sicht von Bearing Point spiegeln die Ergebnisse einen Wandel im Mobilitätsverständnis der Deutschen wider. Statt hohen Geschwindigkeiten, viel PS und großen Motoren entwickle sich ein Trend hin zu einer nachhaltigen Elektromobilität, kommentiert Matthias Loebich, globaler Leiter Automotive bei Bearing Point. „Autohersteller müssen handeln und auf diese Kundenwünsche reagieren. Hersteller mit einem Bekenntnis zur Elektromobilität werden in Zukunft einen klaren Wettbewerbsvorteil haben.“

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