Suchen

Glinicke vertreibt exklusiv die Marke Radical

| Autor: Julia Mauritz

Die Kasseler Mehrmarken-Autohausgruppe Glinicke hat eine neue Motorsportsparte gegründet. In Deutschland ist exklusiver Vertriebspartner für die britischen Rennwagen der Marke Radical.

Firmen zum Thema

Mit dem Exklusivvertrieb der Radical-Sportwagen will Glinicke sein Motosportengagement ausbauen.
Mit dem Exklusivvertrieb der Radical-Sportwagen will Glinicke sein Motosportengagement ausbauen.
(Bild: Glinicke)

Die Kasseler Mehrmarken-Autohausgruppe Glinicke hat ihre langjährigen Motorsportaktivitäten zum Jahreswechsel in der neu gegründeten Glinicke Motorsport GmbH gebündelt und in diesem Zuge ihr Markenportfolio um ein 15. Fabrikat ergänzt: Das Unternehmen vertreibt in Deutschland exklusiv die Rennwagen von Radical.

Der im Jahr 1997 gegründete englische Hersteller hat mittlerweile rund 2.200 Rennwagen produziert, mit einer Preisspanne zwischen 50.000 und gut 250.000 Euro – nicht alle rein für den Motorsport oder Trackdays. So darf das 900 Kilo leichte Modell Radical RXC, der mit einem V6-Biturbo-Ottomotor 338 kW/460 PS auf die Straße bringt und in 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, seine Runden nicht nur auf Rennstrecken drehen, sondern auch auf ganz normalen Straßen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Zwei bis 15 Radical-Modelle will Glinicke in diesem Jahr vermarkten. Das erste Auto, das gut 600 PS starke Radical-Topmodell, ist bereits verkauft. In den kommenden Jahren will Glinicke die Stückzahlen dann noch spürbar steigern, auch mithilfe eines neuen Modells, das der britische Hersteller im Mai präsentiert. Es wird wie der RXC eine Straßenzulassung haben.

„Es ist uns bewusst, dass wir uns mit dieser Marke in einer engen Nische bewegen“, sagt Florian Glinicke. Doch die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit eigener Halle an der Rennstrecke des Bilster Berg Driving Resorts, wo die Radical-Kunden die britischen Rennwagen erfahren können, hätten die Perspektiven, die in diesem Bereich schlummern, aufgezeigt. Neben dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen und einem stärkeren Fokus auf das Tuning, will Glinicke das Thema Rennsport auch über eine umfangreiche Mietfahrzeugflotte am Bilster Berg mit Leben füllen.

Bilster Berg als Zugang zur Zielgruppe

Glinicke gehört zu den Gründungsgesellschaftern der im Jahr 2013 eröffneten Rennstrecke Bilster Berg. Unter dem Namen Glinicke Racing Club veranstaltet die Autohausgruppe auf dem Parcours schon seit rund vier Jahren circa 40 Events für Kunden und Mitarbeiter jährlich. Das Unternehmen hat einen eigenen Hangar direkt an der Ziellinie und hält vor Ort eine eigene Flotte mit 15 Porsche Cayman und Golf R vor, die es auch für Incentive-Events an Fremdfirmen vermietet.

Geplant ist, das Angebot an Fahrevents und Rennveranstaltungen am Bilster Berg auszubauen – inklusive des technischen Supports. „Durch unsere Präsenz am Bilster Berg und unsere sportlichen Fahrevents haben wir natürlich den perfekten Zugang zu der Radical-Zielgruppe“, unterstreicht Thorsten Balk, der die Marke Radical bei Glinicke leitet. Und das sind in Deutschland in erster Linie Motorsportbegeisterte, die ihren Radical regelmäßig für freie Fahrtrainings auf Rennstrecken nutzen, um dort ihr Fahrkönnen zu testen.

(ID:45797888)

Über den Autor

 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Redakteurin