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Händler in Waghäusel versteigert Mercedes von Donald Trump

Autor: Dr. Dominik Faust

1987 kaufte Donald Trump in New York einen roten Mercedes-Roadster. Vor zwei Jahren erwarb ihn ein Oldtimer-Händler aus Baden-Württemberg. Jetzt will er den SL meistbietend verkaufen und spekuliert auf einen satten Gewinn.

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Donald Trump auf der New York Auto Show.
Donald Trump auf der New York Auto Show.

Ein deutscher Händler will den Mercedes-Benz 560 SL von Donald Trump versteigern. Der neue US-Präsident hatte das Cabriolet 1987 in New York gekauft. Seit zwei Jahren ist der 8-Zylinder, der einst rund 60.000 Dollar gekostet hat, im Besitz von Baz Dreamcars in Oberhausen bei Hockenheim. Wie Inhaber Firat Baz im Gespräch mit »kfz-betrieb« sagte, habe er 2014 den Tipp von einem Bekannten in Florida erhalten, dass ein Auto der Trump-Familie zum Verkauf stehe. Der Promifaktor, vor allem aber die geringe Laufleistung von gerade einmal 11.000 Meilen sowie der ausgezeichnete Zustand des roten Roadsters gaben dann den Ausschlag für den Kauf.

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Donald Trump ist definitiv der Käufer des SL. Letzte eingetragene Halterin ist allerdings seine Ex-Frau Ivana Trump, die er 1977 heiratete. Aus dieser Ehe stammen Trumps Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka. 1992 ließ sich das Paar scheiden. Den SL durfte Ivana Trumpf offenbar nach der Scheidung behalten und mit nach Florida nehmen. Ihr Name prangt auf dem Nummernschild des Sonnenstaates, das ebenfalls seit Sommer 2014 im Besitz von Händler Baz ist.

„Leider war der SL damals noch keine 30 Jahre alt und somit kein Oldtimer“, erinnert sich Sohn Baris Baz. In der Folge waren bei der Einfuhr aus den USA nicht nur die zehn Prozent Zollabgaben zu entrichten, sondern auch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. „Alles in allem haben wir rund 40.000 Euro bezahlt“, so Baz. Als vor einem Jahr klar wurde, dass Donald Trump für das Amt des US-Präsidenten kandidieren würde, nahmen Vater und Sohn Baz den 2-Sitzer aus ihrem Oldtimer-Angebot und warteten ab. Auch nach der Wahl blieben sie mit ihrem vierrädrigen Schatz in Deckung. „Erst am Freitag, als Trump vereidigt wurde, habe ich den W107 auf unsere Website gestellt", berichtet Baris Baz.

Jetzt kalkuliert der Händler aus Baden-Württemberg mit einem sehr hohen Verkaufserlös. Seine Rechnung: Der Wagen wäre ohne Promifaktor schon 80.000 Euro Wert. Mit dem Promifaktor könne ein Vielfaches dieses Wertes erzielt werden. Als Beispiel verweist er auf den ehemaligen Golf von Kardinal Joseph Ratzinger, den späteren Papst Benedikt XVI. Dieser habe im Einkauf 9.400 Euro gekostet und sei später für 190.000 Euro auf Ebay versteigert worden. Erste Auktionshäuser hätten Baz bereits angeboten, den Trump-SL kostenlos zu versteigern. Firat und Baris Baz würden das Fahrzeug aber auch an die Daimler AG verkaufen für deren Classic Center, wie sie auf Nachfrage von »kfz-betrieb« sagten. Jetzt wollen sie aber erst einmal den Medienrummel um ihr besonderes Auto überstehen.

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Dr. Dominik Faust

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Founder & CEO viadoo GmbH