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Handel klagt über bis zu 30 Prozent Verlust pro Euro-5-Diesel

Autor: Christoph Seyerlein

Deutschlands Autohändler leiden weiter unter schwer verkäuflichen Euro-5-Dieseln. Der ZDK fordert deshalb verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der Betriebe.

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Die Autohändler in Deutschland leiden laut dem ZDK weiter unter Euro-5-Dieselbeständen.
Die Autohändler in Deutschland leiden laut dem ZDK weiter unter Euro-5-Dieselbeständen.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Die deutschen Autohändler leiden weiter unter den Euro-5-Dieselbeständen. Laut einer Blitzumfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unter 596 Händlern, gaben 64 Prozent der Befragten an, dass sich die Situation nicht entschärft habe. Seit mehr als zwei Jahren ließen sich jene Fahrzeuge nur noch mit massiven Abschlägen verkaufen.

Der Verlust pro Euro-5-Diesel liegt der Befragung zufolge bei 20 bis 30 Prozent. ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn kommentierte: „Von einer Entspannung kann also nicht gesprochen werden.“ Ihm zufolge sei eine Hardware-Nachrüstung älterer Diesel „nicht nur für das Kfz-Gewerbe ein unverzichtbarer Beitrag zur Lösung dieser Probleme.“ Man warte „dringend“ auf die Freigabe für Nachrüstsysteme. „Unsere Betriebe stehen bereit, sie nachzurüsten“, so Peckruhn.

Neben der Nachrüstung wünschen sich die Händler laut der Umfrage mehr Unterstützungsmaßnahmen der Hersteller und Importeure zum Abverkauf von Diesel-Gebrauchtfahrzeugen. 86 Prozent der Befragten bewerteten die bisherigen Aktivitäten dazu als unzureichend.

Dieselsituation belastet die Rendite

Die Folgen der Dieseldiskussion wirken sich auch auf den Ertrag aus. So sank die durchschnittliche Umsatzrendite der Kfz-Betriebe im Jahr 2018 um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 Prozent.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«