Hessengarage eröffnet virtuelles Ford-Autohaus

60 Quadratmeter großer Store liegt in Hanauer Einkaufszentrum

| Autor: Julia Mauritz

Mittels Virtual-Reality-Brillen können Interessenten die Ford-Modelle hautnah erleben.
Mittels Virtual-Reality-Brillen können Interessenten die Ford-Modelle hautnah erleben. (Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

90 Geschäfte gibt es im modernen Hanauer Einkaufszentrum-Forum: Eines davon ist der neue „Extended-Virtual-Reality-Store“ der Hessengarage. Vor zwei Wochen hat der rein virtuelle Ford-Markenstore seine Pforten geöffnet. Anders als bei anderen innerstädtischen Storekonzepten finden sich auf der gut 60 Quadratmeter großen Fläche überhaupt keine physischen Fahrzeuge. Stattdessen können Interessenten hier die aktuelle Modellpalette von Ford mittels Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Online Reality (OR) erleben und konfigurieren.

Das Unternehmen der Emil-Frey-Gruppe betreibt den Standort gemeinsam mit der Hanauer Werbeagentur Autoactiva, die die komplette Technik für den Store entwickelt hat. Autoactiva-Geschäftsführer Leonhard Paul erläutert, was die Kunden genau erwartet: „Unsere Extended-Reality-Plattformen bieten die Möglichkeit, alle Modelle über eine VR-Brille und Online in 3D zu erleben. Hierbei bedienen wir uns sowohl stationärer Systeme, wie zum Beispiel Oculus Rift, als auch mobiler Systeme wie Google Cardboard, Samsung Gear und eines digitalen Trailers.“ Ergänzt werden die Systeme durch die Online-Reality-Plattform, die unter www.online-motorshow.com/Ford erreichbar ist.

Eine physische Komponente gibt es im VR-Store dann aber doch noch: nämlich Verkaufsberater. Zwischen zwei und drei der eigens eingestellten und geschulten Verkäufer sitzen im Store, um die Kunden mit auf virtuelle Probefahrten zu nehmen, Fahrzeuge gemeinsam zu konfigurieren oder Finanzierungen zu rechnen. Auch wer seinen Gebrauchtwagen in Zahlung geben möchte, kann sich an die Verkaufsberater im Store wenden: Sie führen eine erste optische Prüfung der Gebrauchtwagen durch. Klassische Probefahrten mit echten Autos sind ebenfalls möglich: In der Tiefgarage, nur wenige Meter vom Store entfernt, stehen in der Regel drei Fahrzeuge bereit. Ist das Wunschauto physisch nicht vorhanden, wird es binnen 24 Stunden vom rund zehn Autominuten entfernten Ford-Autohaus ins Einkaufszentrum gebracht.

50 bis 80 geplante Leads pro Monat

Donat Pflug, Geschäftsführer des Autohauses Hessengarage, sieht das Projekt als ideale Möglichkeit, einen neuen Weg bei der Präsentation von Fahrzeugen und Dienstleistungen zu gehen: „Der Autohandel muss umdenken und neue, moderne Wege beschreiten. Nur selten befinden sich Autohäuser in unmittelbarer Stadtnähe. Mit diesem Konzept können wir auf wenigen Quadratmetern einfach und bequem unsere Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Das Autohaus kommt jetzt eben zum Kunden.“

Konkrete Verkaufsziele für den neuen Store, der zunächst für sechs Monate gemietet wurde, aber als längerfristiges Projekt geplant ist, nennt die Hessengarage nicht. Badr Chennouf, Verkaufsleiter für Ford-Pkw bei der Hessengarage Riederwald, zeigt sich mit der Kundenresonanz auf den jüngsten Standort des Autohauses sehr zufrieden: An den ersten Wochenenden seien zwischen 200 und 300 Kunden in den Store geströmt. Monatlich erhofft er sich zwischen 50 und 80 Verkaufsleads.

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