Hyundai forciert Geschäft mit Gewerbekunden

Autor Andreas Wehner

Der Importeur hat per September 18 Prozent mehr Fahrzeuge an Gewerbekunden verkauft als im Vorjahr. 2015 soll der neue Transporter H350 für zusätzliche Kunden sorgen.

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Steffen Dittmar, Leiter Vertrieb Großkunden und Gebrauchtwagen bei Hyundai Motor Deutschland
Steffen Dittmar, Leiter Vertrieb Großkunden und Gebrauchtwagen bei Hyundai Motor Deutschland
(Foto: Hyundai)

Hyundai baut sein Gewerbekundengeschäft aus. Von Januar bis September steigerte der koreanische Hersteller seine gewerblichen Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 7.168 Einheiten, teilte Hyundai auf einer Veranstaltung für Flottenkunden in Bad Driburg mit. Damit beträgt der Anteil des relevanten Flottenmarkts bei Hyundai in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 9,6 Prozent. „Wir werden die 10-Prozent-Marke überschreiten“, sagte Steffen Dittmar, Leiter Vertrieb Großkunden und Gebrauchtwagen bei Hyundai Motor Deutschland im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Hyundai verfügt im Händlernetz derzeit über 70 so genannte Fleet Business Center. Diese Größenordnung will Dittmar zunächst beibehalten. „Wir wollen derzeit vor allem die Qualität in unseren Fleet Business Centern steigern“, so der Gewerbekunden-Experte.

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Zum Jahresanfang 2014 hat Hyundai ein Gewerbekundenprogramm aufgelegt, bei dem die Kunden unter anderem nach Größe segmentiert werden. Damit einhergehend wurde ein neues Coachingkonzept für das Gewerbekundengeschäft eingeführt. „Wir machen vorher eine Marktanalyse, um das Potenzial des jeweiligen Betriebs festzustellen und definieren dann Maßnahmen, mit denen der Händler sein Geschäft verbessern kann“, erläutert Dittmar.

Im kommenden Jahr will Hyundai mit einem neuen Transporter im Nutzfahrzeuggeschäft stärker angreifen. Im Mai 2015 soll der 3,5-Tonner H350 auf den Markt kommen, den die Koreaner als Kastenwagen, Bus sowie als Fahrgestell anbieten werden. „Wir wollen mittelfristig ein deutlich vierstelliges Volumen erreichen. Aber wir sind da realistisch. Das werden wir vielleicht nicht im ersten Jahr schaffen“, erwartet Dittmar.

Der H350 soll von speziellen Nutzfahrzeug-Betrieben verkauft werden. Im ersten Schritt plant Hyundai mit 40 Vertriebs- und 60 zusätzlichen Servicestandorten. Der Importeur möchte dafür zunächst Hyundai-Händler gewinnen, die bereits Erfahrung im Nutzfahrzeuggeschäft haben. Bis zum Jahresende sollen diese Nutzfahrzeug-Partner feststehen. Das Interesse im Netz ist laut Dittmar groß: „Wir haben mehr Interessenten als wir derzeit mit ins Boot nehmen können“, sagte der Flottenspezialist. Die Standards für die künftigen würden in Kürze verhandelt.

„Das wichtigste im Nutzfahrzeuggeschäft ist die Beratungsqualität“, ist Dittmar überzeugt. Deswegen seien gut ausgebildete Verkäufer eine wesentliche Voraussetzung. Um gegen die harte Konkurrenz bestehen zu können muss aber auch der Preis stimmen. Der steht allerdings noch nicht fest. Ziel sei eine „wettbewerbsfähige Positionierung“, so Dittmar.

Als Hauptwettbewerber für den H350 sieht Hyundai die entsprechenden Modelle von Ford, den PSA-Marken und Fiat. Zusammen mit dem Fahrzeugumrüster Bott will der Importeur diverse Um- und Aufbauten anbieten, um Gewerbetreibende in unterschiedlichen Branchen anzusprechen.

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