Apple iCar Im Verwirrspiel dementiert Hyundai konkrete Pläne

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Der koreanische Autobauer hat offiziell die Spekulationen wegen eines möglichen Apple-Autos beendet. Verschiedene Quellen hatten über eine Kooperation berichtet, zuletzt das „Wall Street Journal“. Es gebe nur verschiedene „Anfragen zur gemeinsamen Entwicklung selbstfahrender E-Autos“.

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Hyundai hat eine Zusammenarbeit mit Apple beim Bau von Autos dementiert.
Hyundai hat eine Zusammenarbeit mit Apple beim Bau von Autos dementiert.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Spekulationen um eine Zusammenarbeit des Hyundai-Kia-Konzerns mit Apple zum Bau eines autonom fahrenden Autos sind um eine Volte reicher. Nachdem am Freitag noch das „Wall Street Journal“ bereits über eine Standortsuche für die Fabrik in Georgia berichtet hatte, zog der Autobauer nun die Notbremse: Weder Hyundai noch Tochterfirma Kia seien derzeit nicht in Gesprächen mit dem US-Elektronikriesen Apple zum Bau autonom fahrender Autos, hieß es offiziell am Montag zum Börsenstart in Seoul.

Der Autobauer reagierte damit auf sich verdichtende Spekulationen der letzten Wochen. Die Aktien von Hyundai verloren zuletzt gut 5 Prozent, die Papiere von Kia rund 14 Prozent. Allerdings räumte der Konzern ein, die beiden Fabrikate bekämen von einer Reihe von Unternehmen Anfragen zur gemeinsamen Entwicklung selbstfahrender Elektroautos. Es sei aber noch nichts entschieden.

Seit Anfang Januar hatten die seit einigen Jahren immer wieder kursierenden Gerüchte um den Einstieg von Apple mit Medienberichten neue Nahrung erhalten – zuletzt auch durch Hyundai selbst. Die Südkoreaner hatten solche Gespräche mit Apple Anfang Januar in Reaktion auf Medienberichte erst bestätigt, ruderten dann aber wieder zurück und wollten nicht mehr von Apple konkret sprechen. Bereits damals war allgemein die Rede von Anfragen und Gesprächen mit verschiedenen möglichen Partnern. Apple gilt als äußerst sensibel, wenn Zulieferer oder Partner den Konzern öffentlich etwa als Kunden nennen wollen.

Ende vergangener Woche hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, Apple habe entsprechende Gespräche zum Bau eines Elektroautos vor Wochen ausgesetzt.

Dagegen berichtete das „Wall Street Journal“ ebenfalls am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, Kia sei auf der Suche nach Partnern für den Bau eines E-Autos von Apple im US-Bundesstaat Georgia. Im Gespräch sei ein mehrere Milliarden US-Dollar schweres Investitionspaket. Allerdings sei noch nichts beschlossen. Ziel sei, dass Kia 2024 beginnen könnte, Autos unter der Marke des kalifornischen Technologiekonzerns zu bauen. Im ersten Jahr könnten in einer solchen Vereinbarung bis zu rund 100.000 Autos in Georgia gebaut werden. Kia betreibt bereits ein Werk in dem Bundesstaat.

Apple hat die seit Jahren umgehenden Gerüchte zum Einstieg in die Autobranche nie bestätigt. Fraglich ist unter anderem, in welchem Ausmaß die Kalifornier selbst am Bau von Autos beteiligt wären oder nur Technik und Software beisteuern würden. Herkömmliche Autobauer wie Volkswagen, BMW und Daimler haben bereits mit dem Aufstieg von Elektroautospezialisten wie den US-Amerikanern von Tesla hart zu kämpfen. Bei einem Einstieg von Apple droht zusätzlich eine Umwälzung des Wettbewerbs.

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