Neuwagen In Europa läuft es nicht – vor allem nicht für Tesla

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Der europäische Neuwagenmarkt ist schwach ins neue Jahr gestartet. Vor allem die großen Wirtschaftsnationen melden rückläufige Zahlen. Interessanterweise steigt der E-Auto-Absatz, obwohl Tesla abstürzt.

Der europäische Neuwagenmarkt ist im Rückwärtsgang. Im Januar wurden 2,6 Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Jahr zuvor.(Bild:  Grimm/»kfz-betrieb«)
Der europäische Neuwagenmarkt ist im Rückwärtsgang. Im Januar wurden 2,6 Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Jahr zuvor.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Der europäische Neuwagenmarkt ist ähnlich wie die deutschen Auslieferungszahlen schwach ins neue Jahr gestartet. Wie der Herstellerverband Acea am Dienstag, 25. Februar, mitteilte, kamen in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien 995.271 Fahrzeuge neu auf die Straßen. Das waren 2,1 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres. Vor allem die großen Märkte entwickelten sich – mit Ausnahme von Spanien – rückläufig.

Auffällig ist die Entwicklung der Elektro-Neuzulassungen. Die sind im Januar um 37,3 Prozent gestiegen. 166.065 Pkw waren europaweit reine Elektrofahrzeuge (BEV). Dazu kommen 75.640 Plug-in-Hybride (PHEV). Die Zahl dieser Fahrzeuge ist allerdings um 6,4 Prozent gesunken. Hybrid-Elektroautos legten dagegen um 16,9 Prozent zu.

Interessanterweise kletterten die Elektrozulassungen in vielen Märkten, gerade auch in den größeren und mittleren Ländern. In Italien sprangen die BEV-Zulassungen um 126 Prozent – allerdings auf niedrigem Niveau (6.700 Erstzulassungen). Auch in Spanien (+48,5 %), Deutschland (+53,5 %) und Großbritannien (+41,6 %) gingen die Zahlen deutlich nach oben. Frankreich war leicht rückläufig (-0,5 %). Aber auch im Elektro-Musterland Norwegen (+89,8 %) ging es steil nach oben.

Ein Fabrikat hat vom Elektroschub interessanterweise allerdings gar nichts: Tesla. Der US-Pionier verlor im Gegenteil fast die Hälfte seines europäischen Absatzes. Mit 9.945 Erstzulassungen kommt Tesla nur noch auf einen Marktanteil von 1,0 Prozent. Dagegen ging es für den chinesischen Hersteller SAIC (mit den Marken MG und Maxus) deutlich nach oben. 23.000 Neuzulassungen bedeuten für die Chinesen ein Absatzplus von 36,8 Prozent.

Ausgelaufene Förderung verzerrt den Vergleich

Generell sind die Elektrozahlen derzeit schwierig zu vergleichen bzw. von Sondereffekten beeinflusst. So waren zum Jahreswechsel 2023/2024 in vielen Ländern – auch in Deutschland – spezielle Förderungen für E-Autos ausgelaufen, was die Verkäufe hatte einbrechen lassen und die Zahlen verzerrt.

Auf Marken- und Konzernebene haben sich die Absatzzahlen zum Teil deutlich verschoben. Beispielsweise legte der Absatz der Volkswagengruppe um 5,3 Prozent im Vergleich zum Januar 2024 zu. Ein Treiber war dabei die Marke Cupra, die die Acea-Statistik nun getrennt von Seat führt. Der spanische Newcomer steigerte den Absatz um 56,7 Prozent auf 18.200 Einheiten. Auch die Renault-Gruppe konnte den Absatz europaweit um 5,4 Prozent steigern.

Alle anderen Autobauer entwickelten sich dagegen rückläufig. Insbesondere der zweitgrößte europäische Hersteller Stellantis meldete Einbußen von 16 Prozent – und das abgesehen von der Nischenmarke Alfa Romeo quer durch alle Marken des Konzerns. Auch die beiden anderen Top-Fünf-Hersteller Toyota (-4,4 %) sowie Hyundai (-3,7 %) verloren Kunden.

Deutlich gefallen sind zum Jahresstart die Zulassungen von Benzinern, wobei alle wichtigen Märkte Rückgänge aufwiesen. Am stärksten war der Rückgang in Frankreich (-28,2 %). Der Marktanteil der reinen Benziner sank auf 29,2 Prozent (Januar 2024: 35,4 %). Der Markt für Dieselfahrzeuge schrumpfte sogar um 27 Prozent, so dass nur noch nicht einmal jeder zehnte Neuwagen ein Selbstzünder war (8,8 %).

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