Injektorüberholung: Frisch aus dem Reinraum

Reparatur im Reinraum mit Druckbelüftung? Hört sich nach IT-Branche oder hochkarätiger Medizintechnik an. Doch auch beim zertifizierten Dieselspezialisten ist das mittlerweile Standard – Common-Rail-Systeme sind extrem schmutzempfindlich.

| Redakteur: Ottmar Holz

Viele Ärzte arbeiten unter schlechteren Bedingungen – die Injektorenbearbeitung erfordert klinische Sauberkeit.
Viele Ärzte arbeiten unter schlechteren Bedingungen – die Injektorenbearbeitung erfordert klinische Sauberkeit. (Foto: Holz)

„Hier rechts bitte“. Jens Steitz, Geschäftsführer der Bosch-Diesel-Zentrum Steitz GmbH in Groß-Gerau, öffnet mit sichtbarem Stolz die Tür zum Prüfstandsraum. Auf der Fläche eines größeren Wohnzimmers stehen dichtgedrängt fünf Injektorenprüfstände im Wert von circa 600.000 Euro.

Auf den blitzblanken Werkbänken warten Ultraschallbäder auf ihren Einsatz. „Wir reinigen jeden Injektor vor der Eingangsprüfung, um Verschmutzungen der Messzellen und des Prüfstands zu vermeiden. Extreme Sauberkeit ist absolute Pflicht, gleich der erste Prüfschritt ist eine Volllastprüfung mit 1.600 Bar Druck. Ist da irgend ein Krümel drin, war es das mit dem Injektor“, erklärt der Dieselspezialist. Zwei Türen weiter betreten wir dann das „Allerheiligste“, den eigentlichen Reinraum. Deckenhoch geflieste Wände, helle Neonlichter, die den Raum in ein kaltweißes Licht tauchen. Auf der umlaufenden, stählernen Werkbank findet sich ein Stereomikroskop mit USB-Anschluss, die Schraubstöcke halten typspezifische Montagebrücken.

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