IQ Drive: VW ruft Marke für autonomes Fahren ins Leben

Autor: Christoph Seyerlein

Volkswagen bündelt seine Technologien zum autonomen Fahren in einer neuen Dachmarke namens „IQ Drive“. Erste greifbare Ergebnisse davon für den Handel soll es schon im Januar 2019 geben.

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VW wird seine neue Marke IQ Drive noch in diesem Jahr bewerben.
VW wird seine neue Marke IQ Drive noch in diesem Jahr bewerben.
(Bild: Volkswagen)

Noch vor Weihnachten wird Volkswagen mit einer groß angelegten Werbekampagne starten, die die Kompetenz des Autoherstellers rund um Fahrerassistenzsysteme herausstellen soll. Doch nicht nur das: Die Wolfsburger gründen direkt eine eigene Dachmarke für jene Technologie namens „IQ Drive“.

Stellt sich die Frage, wozu das Ganze gut sein soll. Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann teilte dazu am Freitag mit: „Unsere Modelle haben schon heute intelligente elektronische Helfer für mehr Komfort und Sicherheit an Bord. Mit IQ Drive begleiten wir unsere Kunden auf dem Weg zum autonomen Fahren. Ihre Mobilitätszeit in einem Volkswagen soll künftig Qualitätszeit werden.“ Die neue Marke stehe für alle aktuell verfügbaren intelligenten Assistenzsysteme fürs Fahren, Parken und mehr Sicherheit wie etwa Park Assist, Lane Assist oder Front Assist sowie für die Technologie, die Volkswagen noch entwickelt, um in der Zukunft automatisiertes Fahren bis Level 5 (autonom ohne Fahrer) zu ermöglichen.

Nun hat Stackmann zuletzt häufiger mit Zukunftsvisionen rund um Volkswagens Vertriebsstrategie von sich Reden gemacht. Erste greifbare Ergebnisse rund um IQ Drive soll es tatsächlich aber schon bald geben: Ab Januar 2019 sind Sondermodelle für den Handel in Europa geplant. Um welche Fahrzeuge es sich dabei handelt und was sie von den bislang bekannten VW-Autos unterscheidet – dazu wollte sich VW auf Nachfrage nicht näher äußern und bat darum, den Januar abzuwarten.

Bis dahin müssen sich Kunden also erst einmal mit der Kampagne begnügen, deren Herzstück ein Spot sein wird, den VW ab 20. Dezember in TV und Internet ausstrahlt. Darin denkt ein Junge über die Zukunft des Autofahrens nach. Im Zentrum steht für ihn dabei die Frage: „Wird Autofahren in der Zukunft nicht langweilig, wenn einem die Autos so viel abnehmen?“ Die Antwort findet der Junge aus VW-Sicht dann schließlich selbst, wenn er zum Ende des Spots aus der vollautonomen Studie VW ID Vizzion aussteigt und mit Blick auf das Auto fragt: „Hey, sieht das hier etwa langweilig aus?“

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«