Jacobs-Gruppe trennt sich von vier Standorten

Betroffene Mitarbeiter erhalten Angebot zur Weiterbeschäftigung

| Autor: Christoph Seyerlein

Die Jacobs-Gruppe treibt Veränderungen voran, um sich zukunftsfest aufzustellen.
Die Jacobs-Gruppe treibt Veränderungen voran, um sich zukunftsfest aufzustellen. (Foto: Jacobs)

Bei der Jacobs-Gruppe stehen massive Veränderungen an. Wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Aachen am Montag mitteilte, trennt es sich von vier Standorten. Betroffen sind die Betriebe in Düren-Birkesdorf und Simmerath, die Skoda-Filiale in Übach-Palenberg und der Mehrmarkenbetrieb in Erkelenz. Dort arbeiten insgesamt etwa 160 Mitarbeiter, sie alle sollen aber ein Angebot zur Weiterbeschäftigung bei Jacobs erhalten.

Für die Autohäuser in Düren-Birkesdorf und Simmerath steht das Unternehmen bereits mit einem neuen Investor in Verhandlungen, die Übernahme soll in den nächsten Wochen über die Bühne gehen. Der Skoda-Betrieb in Übach-Palenberg wird dagegen geschlossen, um seine Kunden sollen sich künftig das 2017 eröffnete Skoda-Kompetenzzentrum in der Neuenhofstraße 100 sowie die Betriebe in Geilenkirchen und Alsdorf kümmern. Wie es in Erkelenz weitergeht, ist noch unklar, dazu soll in den kommenden Wochen eine Entscheidung getroffen werden.

Gleichzeitig investiert die Jacobs-Gruppe aber auch am eigenen Hauptsitz in Aachen. In der Kellerhausstraße soll bis Mitte 2020 eine 5.000 Quadratmeter große „Service-Factory“ entstehen. Jenes Konzept gehört zur künftigen Vertriebsstrategie, mit der Volkswagen sein Netz zukunftsfest aufstellen will. In der „Fabrik“ sollen vor allem Lackier-, Karosserie- und Smart-Repair-Aufträge abgearbeitet werden, die Jacobs-Gruppe schafft dafür 60 neue Arbeitsplätze.

Außerdem ergänzt die Handelsgruppe das Audi Zentrum Aachen um ein neues Business-Development-Center mit neuester IT-Struktur. Dieses soll künftig zentral für alle Standorte sämtliche telefonischen und digitalen Kundenanfragen betreuen und beantworten können.

Mehrere Gründe für die Veränderungen

Nötig werden die Veränderungen nach Aussage der Jacobs-Gruppe durch den starken Wandel, in dem sich die Automobilbranche aktuell befindet. Gemeinsam mit der amerikanischen Muttergesellschaft Penske Automotive Group habe man entschieden, sich künftig voll auf die größeren Standorte konzentrieren zu wollen. Allerdings haben wohl auch teils „schlechte Unternehmenskennzahlen“ eine Rolle gespielt, von denen die Jacobs-Gruppe in ihrer Mitteilung berichtete.

Künftig betreibt das Unternehmen damit noch 12 Autohäuser in der Region Aachen, Düren, Heinsberg und Rhein-Erft-Kreis. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 821 Mitarbeiter und 215 Auszubildende. Zum Portfolio der Jacobs-Gruppe gehören die Marken Volkswagen, Audi, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Skoda, Seat und Maserati. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 13.146 Neuwagen und 12.425 Gebrauchtwagen verkauft, der Netto-Umsatz lag bei 483 Millionen Euro. Die Ziele für das laufende Jahr ermittelt die Gruppe aufgrund der Umstrukturierung aktuell noch.

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