Kältemittel: Eiskalte Hehlerware

Während im vergangenen Jahr der Preis anfangs fröhlich weiter explodierte, passierte zum Ende hin genau das Gegenteil: Plötzlich wurde R134a wieder billiger. Der Grund: Gewaltige Mengen illegalen Kältemittels finden seitdem den Weg in die EU.

| Autor: Steffen Dominsky

Seit gut einem halben Jahr unterlaufen illegale R134a-Importe die sogenannte F-Gas-Verordnung der EU. Sie sorgen auch dafür, dass der Preis für das Kältemittel wieder gefallen ist, und sie zeigen auf, dass die Brüsseler ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.
Seit gut einem halben Jahr unterlaufen illegale R134a-Importe die sogenannte F-Gas-Verordnung der EU. Sie sorgen auch dafür, dass der Preis für das Kältemittel wieder gefallen ist, und sie zeigen auf, dass die Brüsseler ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. (Bild: dpa)

Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg. Was für innere Schweinhunde gilt, trifft beispielsweise auch auf Drogen zu. Egal ob „weiches“ Zeug wie Zigaretten oder harte Sachen wie Crystal Meth: Wo ein Bedarf ist und die Bereitschaft, für diesen zu (viel Geld) bezahlen, da finden Anbieter und Angebot immer Mittel und Wege zum Abnehmer. Da ist auch eine scheinbar banale Sache wie Kältemittel für Fahrzeugklimaanlagen keine Ausnahme – leider.

Wie bekannt legte R134a seit 2017 eine steile Kariere hin. Zwar nicht technisch, wohl aber in Sachen Preis. Bis zu 600 Euro riefen Gasehändler und Werkstattausrüster im vergangenen Jahr für eine Zwölf-Kilogramm-Flasche auf – das Fünf- bis Siebenfache des bis dato üblichen Preises. Doch plötzlich, Ende 2018, purzelten die Preise für R134a. Und dafür gab bzw. kann es bei gleichbleibender Nachfrage nur eine Erklärung geben: Das Angebot wurde auf einmal größer, und so war es auch.

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