Werkstattmanagement Kennzahlentool erleichtert Werkstätten die Betriebsführung

Autor: Jan Rosenow

Bauchgefühl in allen Ehren: Besser ist es, seinen Betrieb nach Kennzahlen zu führen. Eine browserbasierte Software von Continental liefert einen schnellen Überblick – mit einem einfachen Trick.

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Kennzahlen-Kompass Autoservice von Continental: Steht der Zeiger auf Rot, ist es Zeit zu handeln.
Kennzahlen-Kompass Autoservice von Continental: Steht der Zeiger auf Rot, ist es Zeit zu handeln.
(Bild: Michael Koch)

Rot, Gelb, Grün – wer die Ampelfarben sieht, weiß sofort, was los ist. Continental nutzt diese prägnante Darstellungsform nun auch, um Werkstattbetreibern eine schnelle Orientierung im Zahlendschungel ihrer betriebswirtschaftlichen Analyse zu ermöglichen. Mit dem „Kennzahlen-Kompass Autoservice“, den der Autozulieferer gemeinsam mit der Unternehmensberatung Zülchconsulting entwickelt hat, können Kfz-Unternehmer auf einen Blick ihre wichtigsten Kennzahlen kontrollieren und so ihr Management verbessern.

Viele Betreiber von freien Werkstätten sind Kfz-Meister und begeisterte Schrauber. „Doch die Begeisterung für Controlling und Zahlen hält sich oft in Grenzen“, weiß Bert C. Lembens, Leiter Sales Service bei Continental Aftermarket. „Genau aus diesem Grund haben wir ein leicht verständliches und einfach zu bedienendes Tool geschaffen, das es jedem ermöglicht, mit wenig Aufwand seine Finanzen zu kontrollieren.“

Kleine Veränderungen können viel bewirken

Viele Unternehmen lassen Potenziale für Kostenersparnis, Effizienzsteigerungen oder Wachstum liegen, weil ihnen schlicht die notwendigen Einblicke fehlen. „In einer typischen freien Werkstatt mit sechs bis acht Mitarbeitern können schon kleine Veränderungen deutliche Umsatzsteigerungen bewirken“, sagt Lembens. Genau dort setzt das neue Beratungsangebot an: „Wenn ich genau wissen will, warum die Ampel gerade auf Gelb steht, kann ich in die Tiefe gehen“, erklärt Michael Zülch, Inhaber von Zülchconsulting.

Die Analyse basiert auf Leitfragen wie:

  • Sind die Stundensätze kostendeckend?
  • Sind die Kapazitäten ausgelastet?
  • Wo steht die Werkstatt im regionalen Wettbewerb und in Geschäftsfeldern wie Reifen, Inspektion oder Reparatur?
  • Welches Kundenpotenzial gibt es in meiner Region?

Datensicherheit ist gewährleistet

Ausgehend von diesen Fragen erhalten die Betriebe konkrete Handlungsempfehlungen. Wenn etwa das Verhältnis zwischen bezahlten und internen Stunden ungünstig ist, empfehlen die Experten, eine Zeiterfassungslösung einzusetzen. Im Kennzahlen-Kompass Autoservice lasse sich auch einfach ablesen, ob der Betrieb die Kapazitäten anpassen oder die Effizienz steigern muss.

Die Messlatte sind Vergleichsbetriebe im Branchenschnitt. Nutzer können die Vergleichskriterien selbst bestimmen und wählen beispielsweise die Region, die Betriebsgröße oder das Verhältnis zwischen gewerblichen Kunden und Flottenkunden aus. Dabei ist absolute Anonymität gewährleistet: Laut Continental und Zülchconsulting sind die sensiblen Daten im Kennzahlen-Kompass Autoservice sicher aufgehoben. Bei der Entwicklung des Tools in Kooperation mit dem IT-Spezialisten Oevermann Networks hat das Team dieselben Sicherheitsanforderungen wie beim Onlinebanking zugrunde gelegt.

Das Projekt hat seine Pilotphase nun abgeschlossen, die ersten Werkstätten haben ihre Daten eingegeben und nutzen das Tool. Die Kosten betragen 360 Euro im Jahr. Für Continental-Werkstattpartner gibt es Rabatt. Interessierte Betriebe können sich auf der Website www.morecontinental.com registrieren. Zülchconsulting nimmt Kontakt zu den Interessenten auf und erklärt, welche Informationen aus der betriebswirtschaftlichen Analyse für die Ersteinrichtung benötigt werden.

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Über den Autor

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group