Mercedes-Benz Kestenholz-Gruppe übernimmt Niederlassung Aachen

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

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Mercedes-Benz hat die nächste Niederlassung verkauft: Die Kestenholz-Gruppe übernimmt den Standort Aachen im November. Für die Schweizer ist es nicht die erste Übernahme einer Niederlassung.

Die Mercedes-Benz-Niederlassung Aachen wird Teil von Kestenholz.(Bild:  Kestenholz)
Die Mercedes-Benz-Niederlassung Aachen wird Teil von Kestenholz.
(Bild: Kestenholz)

Die Schweizer Kestenholz-Gruppe expandiert weiter: Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, übernimmt es zum 1. November 2026 die Mercedes-Benz-Niederlassung Aachen an der Gneisenaustraße mit ihren zugehörigen Zweigbetrieben. Unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden wächst Kestenholz mit der Integration der Niederlassung Aachen nach eigenen Angaben auf 24 Standorte mit rund 1.650 Mitarbeitenden. Der Jahresumsatz der Gruppe lag zuletzt bei etwa 750 Millionen Euro.

Mit der Übernahme möchte Kestenholz die Partnerschaft mit dem Stuttgarter Hersteller festigen und in die Zukunft investieren. Unter der Leitung von Thomas (CEO) und Daniel Kestenholz (Geschäftsführer Immobilien), die seit 2020 das operative Geschäft der Gruppe führen, forciere das Unternehmen geografisches Wachstum und investiere „massiv in Infrastruktur sowie Digitalisierung und somit in die Zukunftsfähigkeit der Standorte.“

Die Mercedes-Benz-Niederlassung Aachen gibt es seit 1912. Im Laufe der Zeit seien diverse Standortwechsel, Zukäufe, Umbauten und Erweiterungen erfolgt, so dass Kestenholz einen Betrieb mit moderner Infrastruktur übernehme.

Die Kestenholz-Gruppe wurde 1952 in Niendorf in der Schweiz gegründet. 1996 expandierte sie nach Deutschland und übernahm 2015 das Vertriebsgebiet Südbaden mit der Mercedes-Benz-Niederlassung Freiburg und dem Standort Bad Säckingen. In den letzten Jahren folgten zahlreiche weitere Übernahmen:

  • Lhys & Gondert GmbH (Koblenz; 2022)
  • Auto-Weber GmbH (Freiburg; 2023)
  • Falter Gruppe (Bad Dürkheim, Grünstadt, Hockenheim, Neustadt a. d. Weinstrasse,
  • Schwetzingen, Wiesloch, Worms; 2023)
  • AHG-Newel GmbH (Cochem, Enkirch, Simmern; 2023)
  • Autohaus Lehmann GmbH (Schopfheim; 2023)
  • Johan Wedig GmbH (Frankenthal; 2025)
  • Verkaufsrechte der Transporter- und Van-Niederlassung (Koblenz; 2025)
  • Auto Bähr GmbH & Co. KG (Ludwigshafen; 2025)

Mercedes-Benz verkauft derzeit all seine verbleibenden Niederlassungen in Deutschland. Im ersten Schwung hatte der Hersteller im vergangenen Jahr die Standorte Ulm, Mainz, Dortmund und Lübeck an neue Eigentümer übergeben: Ulm/Neu-Ulm ging an die neu gegründete Sterne-Gruppe, hinter der die Händler Kreuter-Medele-Schäfer und Abel+Ruf stehen. In Mainz kam die Schweizer Merbag zum Zug. Dortmund kaufte die Jürgens-Gruppe und in Lübeck übernahmen die Autohaus-Gruppen Süverkrüp und Brinkmann gemeinsam das Ruder.

Im Februar 2026 startete die zweite Welle mit dem Verkauf der Niederlassung Wuppertal an die Lueg-Gruppe sowie der Niederlassung Hannover an Rosier.

Insgesamt veräußert der Stuttgarter Hersteller alle verbliebenen 20 Niederlassungen mit rund 80 Betrieben. Bereits 2015 hatte der Hersteller sein Niederlassungsnetz in Deutschland ausgedünnt und 63 Standorte an Händler verkauft. Nach dem Start in Deutschland ging der Hersteller in anderen Ländern den gleichen Schritt. Dort verfügt Mercedes-Benz nach Konzernangaben kaum noch über eigene Vertriebsstandorte.

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