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Kia startet Online-Neuwagenvertrieb

| Autor: Andreas Wehner

Kunden können auf der Website von Kia Motors Deutschland ab sofort Leasing-Verträge online abschließen. Barkauf- und Finanzierungsangebote sollen folgen. Die Abwicklung erfolgt über den Handel, dem Direktvertrieb erteilt der Importeur eine Absage.

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Kia-Modelle kann man jetzt online leasen und bald auch kaufen.
Kia-Modelle kann man jetzt online leasen und bald auch kaufen.
(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Kia hat in Deutschland mit dem Onlinevertrieb von Neuwagen begonnen. Wie der Importeur am Mittwoch am mitteilte, können Kia-Modelle ab sofort über die Website von Kia Motors Deutschland geleast werden. Eine Barkauf-Option will das koreanische Fabrikat ab Anfang Oktober ebenfalls anbieten, zu einem späteren Zeitpunkt soll auch eine Finanzierung möglich sein.

Dabei will der Importeur mit dem Handel zusammenarbeiten. Steffen Cost, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, erklärte auf Anfrage von »kfz-betrieb«: „Es geht uns nicht darum, einen Direktvertrieb zu etablieren. Es gibt inzwischen mehr und mehr Kunden, die auch Autos online kaufen oder leasen wollen – erst recht in Zeiten von Corona. Denen wollen wir ein Angebot machen.“ Er kann sich vorstellen, im kommenden Jahr etwa fünf Prozent des gesamten Kia-Volumens in Deutschland über den neuen Vertriebskanal abzusetzen.

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Der Großteil davon wird seiner Ansicht nach auf Leasing-Angebote entfallen. Hat sich ein Kunde für ein Fahrzeug entschieden, den „Bestellen“-Button geklickt und die nötigen Informationen übermittelt, wird direkt die Bonität überprüft. Wenn alles in Ordnung ist, kann der Kunde den Vertrag sofort online abschließen. Im Anschluss meldet sich der nächstgelegene teilnehmende Händler mit den Modalitäten. Der Käufer kann das Fahrzeug dann im Autohaus abholen oder sich gegen eine Pauschale nach Hause liefern lassen. Somit ist auch ein komplett kontaktloser Fahrzeugkauf möglich.

„Nicht unser Ziel, Kunden auf Teufel komm raus zum Online-Kauf zu bewegen“

Die Leasing-Konditionen sollen etwa denen entsprechen, die ein Kunde im Autohaus auch erhalten würde. Auch die Preise beim Barkauf sollen sich laut Cost „auf dem realen Marktniveau“ bewegen. Dabei will man nicht aggressiv vorgehen. „Wir wollen nicht die billigsten sein. Es ist nicht unser Ziel, Kunden auf Teufel komm raus zum Online-Kauf zu bewegen“, sagte der Geschäftsführer.

Die online verkauften Fahrzeuge fließen in die Zielerreichung der teilnehmenden Partner ein. Die Vergütung erfolgt nach dem regulären Margensystem. „Wir beteiligen die Händler natürlich an der Preisfindung, so wie wir das bei Sonderaktionen auch tun“, erläuterte Cost. Die Teilnahme ist für die Kia-Partner freiwillig. Aktuell sind 170 Standorte dabei. Cost geht jedoch davon aus, dass sich künftig noch mehr Händler dazu entschließen werden, mitzumachen. Angedacht ist zudem, auch die Händlerbestände zu integrieren. „Hier befinden wir uns aktuell noch in Gesprächen mit dem Händlerverband“, sagte Cost.

Die Schwestermarke Hyundai bietet seit Sommer ebenfalls die Möglichkeit, Leasingverträge online abzuschließen. Auch bei Hyundai erfolgt die Abwicklung über die Partnerorganisation.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«