Kia X-Ceed: Und noch ein Crossover

Marktstart im September

| Autor: sp-x

(Bild: Kia)

Nix da mit einem lupenreinen SUV in der Ceed-Familie. Kia folgt mit seinem neuen X-Ceed dem aktuellen Trend, die stets recht klobigen SUV hinten abzuschrägen und sie so mit einer Coupé-Anmutung auf die Straße zu schicken. Vorreiter derartiger Crossover sind zum Beispiel der VW T-Roc, der Mazda CX-30 oder auch der Ford Focus Active. Kein Grund zur Sorge für die SUV-Jünger unter den Kia-Kunden: Die Koreaner spendierten auch dem Neuling die so begehrte höhere Bodenfreiheit mit erhabener Sitzposition, allerdings als eine Art Mittelmaß zwischen Limousine und Stadtindianer.

Eine durchaus gelungene Operation der Designer, deren Ergebnis jetzt in der Frankfurter Kia-Firmenzentrale von allen Hüllen befreit wurde. Natürlich ist der mit dem „X“ ein direkter Verwandter des bekannten Ceed, der sich in der Golf-Klasse seit etwas mehr als einem Jahr einen guten Namen gemacht hat.

Der Neue ist 4,2 Zentimeter höher gesetzt als die Limousine und rundum mit allerlei Attributen versehen, die aus Sicht vieler SUV-Eigner ein solches Auto nun mal haben sollte. Im Falle des X-Ceed sind das zum Beispiel eine dunkle Kunststoff-Beplankung um die Radhäuser, ein ebenso verzierter Türschweller und als i-Tüpfelchen noch ein Element nach der Art eines Unterfahrschutzes am Heck. All das zusätzliche Rundum macht den X-Ceed ein paar Zentimeter länger. Ein Hauch von optischem Geländewagen-Feeling also, auch wenn sich dieser Kia nicht zuletzt wegen des fehlenden Allradantriebs wohl nie abseits fester Straßen bewegen dürfte.

Der zweite Teil der Design-Züchtung startet dann im Bereich der dritten Dachsäule. Von hier an geht´s bergab mit der Dachlinie. Das Heckfenster ist nicht steil wie bei einem SUV, sondern ganz schön schräg. So wird aus dem braven Ceed eine Art Coupé-Limousine mit knuffigem Hinterteil und eben dem Statement des Erhabenen dank hochgelupftem Fahrwerk, das ihn mit 18,4 Zentimeter Bodenfreiheit über den Asphalt schweben lässt.

Um den „X“ schon von Weitem zu erkennen, veränderten die Gestalter den ansonsten typischen Ceed-Gesichtsausdruck durch einen größeren unteren Lufteinlass. Er harmoniert mit dem etwas schmaler ausgelegten, ebenfalls veränderten Grill, der die „Tigernase“ der anderen Modelle dezenter interpretiert. Neu auch die Scheinwerfer. „Nur die beiden Vordertüren wurden unverändert vom Grundmodell übernommen“, betont Europa-Chef Emilio Herrera und meint damit die sichtbaren Bauteile des X-Ceed. Denn unterm Blech hat der Neue natürlich jede Menge an Familien-Erbgut mitgebracht.

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