Volkswagen Konkrete Pläne für Flugtaxis in China

Autor: Svenja Gelowicz

Volkswagen denkt darüber nach, in China Passagierdrohnen auf den Markt zu bringen. China-Chef Stephan Wöllenstein selbst zeigt sich als Fan der Flugtaxis.

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Flugtaxi-Projekt der VW-Konzernschwester Audi: Die Ingolstädter hatten ihr Pop-Up Next genanntes Airtaxi-Projekt Ende 2019 auf Eis gelegt.
Flugtaxi-Projekt der VW-Konzernschwester Audi: Die Ingolstädter hatten ihr Pop-Up Next genanntes Airtaxi-Projekt Ende 2019 auf Eis gelegt.
(Bild: Audi)

Volkswagen will hoch hinaus: Der Automobilhersteller kündigte übereinstimmenden Medienberichten zufolge am Dienstag an, in China eine Machbarkeitsstudie über fliegende Autos durchzuführen und zu prüfen, wie sich diese industrialisieren lassen. „Über das autonome Fahren hinaus könnte das Konzept der vertikalen Mobilität ein nächster Schritt sein, um unseren Mobilitätsansatz in die Zukunft zu führen, insbesondere im technisch affinen chinesischen Markt“, zitiert die Nachrichtenagentur „Reuters“ den Konzern.

„Wir wollen eine Drohne entwickeln, die zulassungsfähig ist und die uns potenziell die Chance eröffnet, in diesem Zukunftsmarkt von individueller Mobilität, die nicht auf der Straße, sondern in der Luft stattfindet, mitzumachen“, sagte wiederum China-Chef Stephan Wöllenstein in einem Video, dass VW-Konzernchef Herbert Diess am Dienstag auf der Karriereplattform LinkedIn veröffentlicht hatte. VW China sei dazu in Gesprächen mit potenziellen Partnern.

Wöllenstein betonte, dass der Konzern das „Thema nicht aus den Augen verlieren“ sollte. Er selbst sei bereits mit einer Drohne geflogen, es habe „Spaß gemacht“ – und auch Diess soll bald die Möglichkeit dazu bekommen. „Auch wenn der ein oder andere in der Sicherheitsabteilung vielleicht Schweißperlen hat, wenn der Chef des VW-Konzerns in die Luft geht“, so der Manager.

Audi-Experiment liegt auf Eis

Die VW-Konzernschwester Audi hatte bereits 2018 mit Airbus und dem Designstudio Italdesign eine Drohnentaxi-Studie gezeigt. Das Konzept kombinierte damals ein autonomes E-Fahrzeug und eine Passagierdrohne. Berichten zufolge hat der Konzern das Projekt unlängst auf Eis gelegt.

Auch anderen Unternehmen wie das US-Start-up Joby Aviation, das deutsche Unternehmen Lilium sowie Volocopter, zu dessen Geldgebern Daimler und Intel gehören, verfolgen Lufttaxi-Pläne. Das Münchener Unternehmen Lilium kündigte im November an, sein erstes US-Drehkreuz in der Nähe von Orlando zu errichten.

Die Unternehmensberatung Roland Berger rechnete in einer Studie zuletzt damit, dass 2050 weltweit rund 160.000 kommerziellen Shuttle-Drohnen unterwegs sein dürften. Das jährliche Marktvolumen schätzen die Analysten auf 90 Milliarden Dollar.

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Redakteurin im Ressort Management