Deutscher Remarketing Kongress 2023 Konkrete Tipps für Zukauf und Vermarktung

Von Edgar Schmidt , Yvonne Simon und Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Die Bewertung von gebrauchten E-Autos war ein Highlight beim Deutschen Remarketing Kongress 2023 in Würzburg. 400 Teilnehmer informierten sich über Trends im Gebrauchtwagengeschäft. Unterstützt wird der Kongress von den Premiumpartnern Dekra, Real Garant und Santander.

Am 1. März fand der Deutsche Remarketing Kongress 2023 in Würzburg statt; mit einem Mix aus Vorträgen, Networking und Live-Erlebnis.(Bild:  Stefan Bausewein)
Am 1. März fand der Deutsche Remarketing Kongress 2023 in Würzburg statt; mit einem Mix aus Vorträgen, Networking und Live-Erlebnis.
(Bild: Stefan Bausewein)

Moderne Elektroautos sind alltagstauglich geworden und haben zum Teil beeindruckende Reichweiten. Doch was ist mit gebrauchten E-Autos, die bereits viele Kilometer auf den Achsen haben? Händler, die ein gebrauchtes E-Auto in Zahlung nehmen, und Kunden, die dieses dann kaufen möchten, wollen genau wissen, wie leistungsfähig die Batterie noch ist. Denn die Antriebsbatterie ist das mit Abstand teuerste Bauteil in einem E-Auto. Wie sich der Gesundheitszustand, der sogenannte State of Health (SoH), einer Antriebsbatterie herstellerunabhängig feststellen lässt, zeigte Ronald Hufnagel, Produktmanager bei Dekra, auf dem Deutschen Remarketing Kongress. Die Dekra hat dafür eine Hochvoltbatterie-Diagnose entwickelt. Mithilfe des patentierten Verfahrens lässt sich nach seinen Angaben der SoH innerhalb von nur 15 Minuten zuverlässig ermitteln. Davon konnten sich die Teilnehmer des Kongresses bei Live-Demonstrationen überzeugen.

Der SoH wirkt sich auf den Restwert eines E-Fahrzeugs aus. Deshalb will ihn die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) künftig in ihre Fahrzeugbewertung mit aufnehmen. Grundsätzlich ist das Wertverhalten von BEVs volatil, erklärten die DAT-Experten Martin Weiss und Martin Endlein. Die Restwerte dreijähriger Elektroautos waren im Juli 2021 auf einen Tiefstand von 45,8 Prozent gesunken, zuletzt kletterten sie auf 60,2 Prozent. Über alle Antriebe hinweg betrugen die Restwerte dreijähriger Fahrzeuge im Juli 2021 54,2 Prozent, wie die DAT auf Basis von Transaktionspreisen registrierte. Im Januar 2023 waren es 68,6 Prozent, etwas weniger als der Rekordwert von 68,9 Prozent, der kurz zuvor erreicht wurde.