Kurzschlussgefahr: Millionen-Rückruf bei Toyota

Prius und C-HR betroffen

| Autor: Christoph Seyerlein

Auch der Toyota Prius Hybrid muss in die Werkstatt.
Auch der Toyota Prius Hybrid muss in die Werkstatt. (Bild: Toyota)

Großer Rückruf bei Toyota für den Prius und den C-HR. Wegen Kurzschlussgefahr müssen weltweit rund 1.026.000 Autos in die Werkstatt. Betroffen sind folgende Fahrzeuge: Toyota Prius aus dem Bauzeitraum Juli 2015 bis Mai 2018, Toyota Prius Plug-in-Hybrid aus dem Bauzeitraum März 2016 bis Mai 2018 und Toyota C-HR aus dem Bauzeitraum Mai 2016 bis Mai 2018. In Deutschland müssen 22.089 Fahrzeuge in die Werkstatt, wie ein Toyota-Sprecher auf Nachfrage von »kfz-betrieb« mitteilte, rund drei Viertel davon dürften C-HR-Einheiten sein. Europaweit geht es um 242.997 Modelle.

Ursache des Problems ist dem Hersteller zufolge, dass während der Fahrt der Kabelbaum des Hybridmotors mit der Isolierung eines elektrischen Verbindungspunkts in Kontakt kommen könnte. Liegen auf der Isolierung Verunreinigungen, könnten Vibrationen dazu führen, dass diese abgeschmirgelt wird. Das wiederum könnte einen Kurzschluss und im schlimmsten Fall einen Brand zur Folge haben.

Die Werkstätten werden zunächst die Kabelbaumanordnung im Motor überprüfen. Sollten Drähte freigelegt sein, wird der Kabelbaum durch einen neuen ersetzt, der eine Schutzhülle enthält, die Verschleiß und einen möglichen Kurzschluss verhindern soll. Wenn kein Drahtkern freigelegt ist, wird ein Schutzband am Kabelbaum installiert. Der Werkstattaufenthalt ist für Kunden kostenlos und soll dem Toyota-Sprecher zufolge etwa eine halbe Stunde dauern.

Toyota ist nach eigenen Angaben ein Fall bekannt, bei dem es zu einer Rauchentwicklung kam. Mit 554.000 Einheiten entfällt rund die Hälfte und damit der größte Teil des gesamten Rückruf-Volumens auf Japan.

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