Laserlicht: Endspurt für den Serieneinsatz

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Bereits im letzten Jahr war das Siegerfahrzeug von Le Mans, ein Audi R18 TDI e-tron, mit zukunftsträchtigem Matrix-LED-Licht unterwegs gewesen. Ein Baustein zum Erfolg: das gleißend helle Licht, das sich je nach Tempo und Streckenführung den Rahmenbedingungen anpasst. In engen Kurven schalteten sich kleine LED-Inseln zu und leuchten den Nahbereich links und rechts vor dem Rennwagen aus.

„Natürlich interessiert sich für die Blendung der anderen bei einem Autorennen niemand“, sagt Audi-Entwicklungsleiter Stephan Berlitz, „man hat ja keinen Gegenverkehr. Unsere Le-Mans-Rennwagen hatten LED-Scheinwerfer mit Reichweiten von knapp einem Kilometer.“ Nur sechs Monate nach dem Rennen feierte der ebenso lichtstarke wie blendfreie Matrix-Scheinwerfer seine Großserienpremiere im überarbeiteten Audi A8. So schnell dürfte es mit dem Laserlicht allerdings nicht gehen.

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Die Lichtquelle ist wesentlich kleiner als eine LED

Die Laserscheinwerfer des Rennfahrzeugs Audi R18 e-tron emittieren ein monochromatisches und kohärentes Licht mit einer Wellenlänge von 450 Nanometern. Im Ergebnis reicht das Laser-Fernlicht etwa doppelt so weit und ist dreimal so lichtstark wie LED-Fernlicht. Die leistungsstarken Laserdioden sind wesentlich kleiner als LED-Dioden, ihr Durchmesser beträgt nur wenige Mikrometer.

Dazu wird ein Laserstrahl wird auf ein Umwandler-Element gerichtet, das dadurch auf einer extrem kleinen Fläche sehr starkes und kohärentes weißes Licht erzeugt. Die kleine Lichtaustrittsfläche macht sehr kompakte Scheinwerfer-Konstruktionen möglich – etwa Hauptscheinwerfer von wenigen Zentimetern Gehäusegröße.

Oled: die nächste Innovationsstufe der LED

Zudem setzen fast alle Herstellern auf die nächste LED-Generation, die Oleds. Die organischen Leuchtdioden verbrauchen noch weniger Strom und sind gerade einmal 1,4 Millimeter dick. Ein Vorteil ist die Flexibilität der – im Vergleich zur herkömmlichen LED – großflächigeren Bauteile und die damit verbundene Möglichkeit, einzelne Segmente anzusteuern. Aufgrund dieses Merkmals eignen sich die Oleds vor allem für die Rückleuchten, die seit jeher als Designelemente eingesetzt werden. „Spätestens ab 2016 rechnen wir dann mit dieser Technik in Serie auf der Straße“, sagt Ulrich Eisele, der bei Osram den Oled-Bereich verantwortet.

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