Tesla-Rückruf Lenkungsprobleme bei veralteter Software

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Das KBA beanstandet erst seit Kurzem einen möglichen Verlust der Lenkkraftunterstützung beim Model 3 und Y. Laut Hersteller wurde das passende OTA-Update aber schon im Herbst 2023 übermittelt.

Es ist unklar, wie viele Tesla Model 3 hierzulande möglicherweise noch von Problemen in Zusammenhang mit der Überlastung elektronischer Steuerkreise betroffen sind. (Bild:  Tesla Model 3 aufladen mit einem Typ 2-Stecker /Marco Verch / CC BY 2.0)
Es ist unklar, wie viele Tesla Model 3 hierzulande möglicherweise noch von Problemen in Zusammenhang mit der Überlastung elektronischer Steuerkreise betroffen sind.

Schon im Herbst vorletzten Jahres hat Tesla mittels „Over-the-Air“-Update (OTA) offenbar einen Mangel beseitigt, der erst kürzlich vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vermeldet wurde. Flensburg bemängelt darin einen „Ausfall der Lenkkraftunterstützung mit vorheriger Warnanzeige nach Fahrzeugstillstand“ bei weltweit rund 553.000 Model 3 und Y, davon 39.200 in Deutschland. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen 24. Februar und 11. Oktober 2023 produziert. Nur wenn sie mit einer älteren Softwareversion als „2023.38.4“ betrieben werden, kann der Fehler noch auftreten.

Verursacht wird der Fehler durch Überlastung elektronischer Steuerkreise der Motorantriebskomponenten. Die Lenkkraftunterstützung kann dadurch zwar erst bei Stillstand des Fahrzeugs ausfallen, bleibt dann aber beim Wiederanfahren deaktiviert. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) hatte zu der Problematik bereits im Juli 2023 eine Untersuchung eingeleitet. Diese Rückrufmaßnahme mit dem internen Aktionscode „SB-25-00-004“ stehe damit aber nicht im Zusammenhang, betonte der Hersteller in einem Statement im vergangenen Februar.

Die NHTSA weist derzeit sechs laufende Untersuchungen wegen vermeintlicher Mängel an Tesla-Fahrzeugen aus. Daher werden die laufenden Sparmaßnahmen des Department of Government Efficiency (DOGE) unter der Leitung von Tesla-Chef Elon Musk besonders kritisch beäugt. Die „Washington Post“ hatte im Februar berichtet, dass zehn Prozent der Belegschaft die Behörde mehr oder weniger freiwillig verlassen soll, darunter auch wichtige Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe, welche das autonome Fahren regulieren soll.

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