Zu den weichen Waren an Bord zählen unter anderem die Müdigkeitserkennung, die Multikollisionsbremse und vor allem die Smartphone-Integration. Seat hat dafür mit dem Elektronik-Anbieter Samsung eine Kooperation vereinbart. Android aber auch Car Play von Apple unterstützen künftig die entsprechenden Handys und beziehen sie in die Darstellungen auf dem Touchscreen-Monitor ein. Die Kommunikation ist bilateral.
Das Infotainment erkennt die Inhalte des über USB-Kabel verbundenen Telefons, der Telefon-Computer kann auf die Daten des Fahrzeugs zurückgreifen. Man könne vor Fahrtantritt die Menge des Treibstoffvorrats abrufen und so gegebenenfalls schon frühzeitig den Halt an der nächsten Tankstelle einplanen, heißt es. „Oder auf die Tankanzeige schauen, wenn man ins Auto steigt“, kommentiert ein Beobachter. Auch eine Idee.
Größere Auswahl an Motoren
Die Motorenfamilie des Ibiza begrüßt eine ganze Reihe neuer Mitglieder. Der ehemalige Einstiegsbenziner mit vier Zylindern und 1,2-Liter-Hubraum ist einem Dreizylinder mit einem Liter Hubvolumen gewichen. Der leistet 55 kW/75 PS und verbraucht 4,8 Liter auf 100 Kilometer. In weiteren Ausbaustufen bringt es die Maschine auf 70 kW/95 PS und 81 kW/110 PS. 160 bis 200 Nm Drehmomentspitze werden geboten. Die beiden Vierzylinder leisten 66 kW/90 PS (1,2-Liter) und 110 kW/150 PS (1,4 Liter), letzterer arbeitet mit Zylinderabschaltung und begnügt sich mit 4,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer.
Eng beieinander liegen die Diesel. Die neuen Dreizylinder schöpfen aus 1,4 Litern Hubraum 55 kW/75 PS, 66 PS/90 kW (auch mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG im Angebot) und 77 kW/105 PS. 3,4 bis 3,6 Liter Diesel verlangen die Selbstzünder nach Norm, das entspricht CO2-Emissionen von 88 bis 95 g/km. Die Diesel müssen sich mit einem manuellen Fünfganggetriebe begnügen, sechs handgeschaltete Gänge gibt es bei den Benzinern erst ab 110 PS.
Gesteigert hat sich die Agilität des Ibiza. Eine feiner abgestimmte Lenkung präsentiert sich mit höchster Präzision, die Federung wurde unterdessen sanfter ausgelegt, was dem Fahrkomfort gut bekommt. Als Option bietet Seat das adaptive Fahrwerk an, dessen Feder-Dämpferkennung sich zweistufig an die Fahrweise des Chauffeurs anpassen lässt. Die Voreinstellung beeinflusst zudem die Intensität der Lenkkraftunterstützung, und das immer maßvoll und angemessen.
Der Ibiza macht Spaß und ist gefällig, kann der VW-Tochtermarke auf dem Weg nach oben weiterzuhelfen. Die Qualität stimmt. Materialwahl und Verarbeitung bewegen sich auf hohem Niveau. Schließlich wird bei Seat im spanischen Martorell auch der Audi Q3 gefertigt - und der erhebt Premium-Anspruch. Für die Mitarbeiter im Werk ist das Ansporn und Herausforderung zugleich, so Vorstandschef Jürgen Stackmann. Denn bei der Qualität könne man zwischen den eigenen Produkten und denen der höher angesiedelten Konzern-Schwestermarke keinen Unterschied machen.
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