Letztes Facelift für den Seat Ibiza

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der spanische Kleinwagen ist seit Jahren das Rückgrat des Seat-Handels. Zum Ende des Lebenszyklus wird das Modell nun überarbeitet, allerdings nur leicht. Ab Samstag steht es im Handel.

Der Seat Ibiza geht moderat überarbeitet am Samstag, 4. Juli, in den Handel.
Der Seat Ibiza geht moderat überarbeitet am Samstag, 4. Juli, in den Handel.
(Foto: Seat)

Den Erfolg von Seat der vergangenen Monate tragen zwei Säulen: die kompakte Baureihe Leon und der Kleinwagen Ibiza. Letzterer ist eines der meistverkauften Modelle der spanischen VW-Tochtermarke. Fünf Millionen Exemplare wurden in den 30 Jahren Baureihen-Geschichte gefertigt, allein 360.000 davon rollen über Deutschlands Straßen.

Gut jeder vierte Seat-Neuwagen (26,3 %) kam in den ersten fünf Monaten des Jahres aus der Kleinwagen-Baureihe. Damit ist der Anteil leicht rückläufig, der im Gesamtjahr 2014 bei 27,4 Prozent gelegen hatte. An 4. Juli kommt die vorerst letzte Ausbaustufe des aktuellen Ibiza-Programms auf die Straßen. Sie muss zwei Jahre lang bis zum nächsten Modellwechsel junge Käuferschichten begeistern.

Denn der kleinste Seat ist vor allem für diese Kunden interessant. 40 Prozent sind jünger als 30 Jahre. Und 55 Prozent weiblichen Geschlechts. Da gerade Frauen nicht immer mit dem Herzen kaufen sondern gerne auch sehr pragmatisch ihre Entscheidung treffen, stärkt Seat den Ibiza hinsichtlich Sparsamkeit und Konnektivität, „damit die Kunden ihren digitalen Lifestyle auch unterwegs pflegen können“, sagt Seat Entwicklungschef Matthias Rabe. Man – oder besser Frau - will schließlich in Verbindung bleiben, plaudern können.

Deshalb gibt es zum Facelift neben neuen, verbrauchsoptimierten Motoren, eine deutlich bessere Anbindung an das Internet und zahlreiche neu entwickelte Apps. 11.990 Euro kostet das dreitürige Einstiegsmodell des erneuerten Ibiza mit 55 kW/75 PS Leistung. Das sind rund 1.000 Euro mehr als bisher, ausstattungsbereinigt (eine Klimaanlage etwa gibt es jetzt serienmäßig) ist der Kleinwagen nach den Worten von Seat-Deutschland-Chef Bernhard Bauer jedoch günstiger geworden.

Händler vermissen Differenzierung

Von außen betrachtet ist nicht viel geschehen – durchaus zum Leidwesen des Handels, dem wegen der fehlenden optischen Differenzierung ein wenig die schlagenden Verkaufsargumente fehlen. Neu gestaltete Schweinwerfer, neue Lackfarben und Felgendesigns gehören beim drei- und fünftürigen Ibiza sowie dem ST genannten Kombi zum Standardrepertoire der kostenbewussten Erneuerer.

Innen finden sich neue Materialien für das Armaturenbrett, ein feiner gestaltetes Lenkrad und eine frischere Farbauswahl. Besonders farbenfroh sind die Ausstattungspakete mit Zweiton-Rädern und kontrastierenden Sitzbezügen. Die Möglichkeiten zur Individualisierung sind zusätzlich zu den drei angebotenen Ausstattungsstufen mehr als umfangreich.

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