Lexus UX: „Mit das wichtigste Auto in unserer Geschichte“

Marktstart am 16. März

| Autor: Christoph Seyerlein

Vom UX will Lexus in Deutschland 2019 knapp 2.000 Einheiten verkaufen.
Vom UX will Lexus in Deutschland 2019 knapp 2.000 Einheiten verkaufen. (Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Wer in Deutschland einen Lexus fährt, kann sich guten Gewissens als Exot bezeichnen. Gerade einmal 2.766 neue Fahrzeuge der Japaner kamen laut Kraftfahrt-Bundesamt hierzulande im vergangenen Jahr auf die Straße. Mehr Nische geht kaum. Doch damit soll ab diesem Jahr zumindest teilweise Schluss sein, wenn es nach dem Hersteller geht. Mit dem Lexus UX bringt er ein Auto, das den eigenen Absatz in bisher ungeahnte Höhen hieven soll. Markus Burgmer, Marketingleiter bei Lexus Deutschland, sagte im Rahmen einer Pressevorstellung des SUVs in Barcelona: „Wir wollen in diesem Jahr knapp 2.000 Einheiten in Deutschland verkaufen.“ In Europa sollen es sogar rund 25.000 sein.

Aus der Bedeutung des Autos für die Marke machte keiner der Lexus-Verantwortlichen vor Ort einen Hehl. „Der UX ist mit das wichtigste Auto in unserer Geschichte“, war im Rahmen der Produktpräsentation gar zu vernehmen. Die Erwartungshaltung ist also groß, wenn das Auto am 16. März zu den Händlern kommt.

Lexus UX: „Mit das wichtigste Auto in unserer Geschichte“

Jene bekommen einerseits ein Modell, das gut in das boomende Segment der kompakten Premium-SUVs passt. Andererseits ist die Konkurrenz in jener Klasse groß und namhaft. Stellt sich die Frage, wem Lexus mit dem UX Marktanteile streitig machen will. Burgmer sieht eine ganze Reihe möglicher Wettbewerber. „Die deutschen Hersteller sind in dem Segment sehr stark, wenn man beispielsweise an den BMW X2 oder den Mercedes-Benz GLA denkt“, sagte er. Doch auch mit dem Volvo XC40 möchte man sich bei den Japanern messen.

Als Zielgruppe hat Lexus Menschen im Alter von 35 bis 50 Jahren mit einem Haushaltsnettoeinkommen von etwa 4.500 Euro ausgemacht. „Wir sind überzeugt, dass der Lexus UX mit seinem Design gerade auch bei Frauen gut ankommen wird“, ergänzte Burgmer.

Das Design ist einer der zentralen Aspekte, mit denen Lexus punkten will. Wie gewohnt kann man sich auch beim UX darüber streiten. Eines ist aber sicher: Auffällig ist das Auto. Dazu trägt beispielsweise der dominante Sechskant-Kühlergrill bei, den man von der Marke kennt. Ins Auge stechen zudem die hoch ausgestellten Radkästen und die futuristische Lichtgestaltung am Heck. Diese soll aber nicht nur optische Gründe haben, sondern auch die Luftströmung rund um das Auto optimieren.

Fokus auf elektrifizierten Varianten

Antriebstechnisch setzt Lexus bei dem SUV voll auf Hybrid. Es wird zwar auch einen Benziner mit 171 PS (UX 200) geben, den Großteil des Absatzes sollen aber die elektrifizierten Varianten stemmen. In Deutschland rechnet der Hersteller beim UX mit einem Hybridanteil von mindestens 80 Prozent. Den Antrieb haben die Japaner dabei runderneuert. Das Hybridsystem koppelt den 2-Liter-Vierzylinder-Reihenbenziner mit zwei Elektromotoren.

Eine neue Getriebegeneration sorgt dafür, dass die Power Unit rund 20 Prozent kleiner und etwa 10 Prozent leichter ist als die bisherigen Hybridsysteme der Japaner. Die Systemleistung liegt bei 135 kW/184 PS, bis zu einer Geschwindigkeit von 115 km/h kann der UX reinelektrisch fahren. Die Nickel-Metallhybrid-Batterie hat Lexus unter der Rücksitzbank platziert, was auch dazu beitragen soll, dass das Auto besser auf der Straße liegt. Optional gibt es den Lexus UX 250h auch mit dem Allradsystem „E-Four“.

Bei einer ersten Ausfahrt präsentierte sich der UX ziemlich spritzig, zu gefallen wusste er vor allem mit seiner feinen Federung und der präzisen Lenkung. Beim Getriebe setzt Lexus auf einen fest übersetzten ersten Gang, anschließend übernimmt das CVT-Getriebe. Ein signifikanter Fortschritt zu bisherigen Systemen ließ sich dadurch aber nicht erkennen. In steileren Passagen hatte der Motor gelegentlich zwar doch etwas mit dem Gefährt zu kämpfen, insgesamt kommt der Fahrspaß aber nicht zu kurz. Wer auf knackigen Klang steht, kann zur Variante „F-Sport“ greifen, die im Sport-Plus-Modus mit Soundgeneratoren arbeitet. Teilweise sind diese allerdings etwas vorschnell, das Auto heult gelegentlich schneller in Sportwagen-Manier auf, als es tatsächlich nach vorne schiebt.

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