Luca De Meo tritt Chefposten bei Renault an

Autor: Yvonne Simon

Nach mehreren Monaten Vorbereitungszeit übernimmt Ex-Seat-Chef Luca De Meo das Ruder bei Renault in denkbar schwierigen Zeiten. Der Manager soll den Konzern aus der Krise führen.

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Auf Luca de Meo warten bei Renault schwierige Aufgaben.
Auf Luca de Meo warten bei Renault schwierige Aufgaben.
(Bild: Renault)

Renault vollzieht den bereits Anfang des Jahres angekündigten Führungswechsel: Zum 1. Juli 2020 übernimmt Luca De Meo den Posten des Vorstandsvorsitzenden bei den Franzosen. Der Ex-Seat-Chef löst Interimschefin Clotilde Delbos ab, die künftig als stellvertretende Geschäftsführerin („Deputy Chief Executive Officer“) tätig ist.

Der studierte Betriebswirt De Meo wurde 1967 in Mailand geboren und startete seine Karriere vor über 20 Jahren bei Renault. Es folgten Stationen bei Toyota Europe und beim Fiat-Konzern, bevor der Italiener 2009 die Position des Marketingdirektors sowohl für den Volkswagen-Konzern als auch für die Kernmarke VW Pkw übernahm. 2012 wurde er Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing bei Audi, bis er schließlich im Herbst 2015 als Vorstandsvorsitzender zu Seat wechselte. Im Januar 2020 verkündeten die Spanier überraschend, dass De Meo die Führung auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niederlege.

Krisenmanagement gefragt

De Meo übernimmt die Lenkung bei Renault in einer denkbar schwierigen Zeit. Der Konzern war durch die Führungskrise, ausgelöst durch die Verhaftung von Topmanager Carlos Ghosn, ohnehin gebeutelt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist das Unternehmen jetzt auf einen Milliardenkredit durch den Staat angewiesen. Vom neuen Vorstandsvorsitzenden wird nun ein Strategieplan erwartet.

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Redakteurin Management & Handel